Das Thanksgiving-Dinner erzeugt oft viel Abfall, doch viele saisonale Reste lassen sich wunderbar weiterverwenden. Truthahnknochen eignen sich perfekt für eine aromatische Brühe, Gemüsestiele für einen Gemüsefond – und den Rest verwandeln Sie in raffinierte Cocktails.
Harrison Ginsberg, Barmanager des renommierten Restaurants Crown Shy in New York, wurde kürzlich als Gewinner des Food-Waste-Cocktail-Wettbewerbs „Make It Twice“ von Pernod Ricard USA und Rethink Food ausgezeichnet. Sein preisgekrönter Drink – mit Second-Wash-Haselnusssirup, Pink-Lady-Apfel-Oleoresin und verbrauchter Latte-Milch zu Whiskey – mag für Zuhause ambitioniert sein. Doch Ginsberg teilt bewährte Tipps für einfache Cocktails aus typischen Thanksgiving-Resten. Hier seine drei Rezepte, die selbst den Truthahn in den Schatten stellen:
Old Fashioned mit Cranberry-Sauce
Preiselbeeren bringen Säure und zitronige Noten mit sich. Die klassische Sauce mit Orange und Zimt passt hervorragend. Nehmen Sie etwas davon, mischen Sie es mit einem robusten amerikanischen Rye Whiskey und kreieren Sie eine Variante des ikonischen Old Fashioned.
Collins mit Zitrusstielen
Zitrus-Schalen und -Stiele sind Gold wert. Statt sie nach dem Auspressen für Truthahn oder Beilagen wegzuwerfen, kochen Sie sie mit Wasser auf, um intensiven Zitrusgeschmack zu extrahieren. Süßen Sie mit Zucker zu einem Sirup – ideal für Klassiker wie einen Collins (Brandy, Zitronensaft, Soda). Zu Hause setze ich zunehmend auf diese „Zitrusstiele“ statt frischer Früchte.
Fat-Washed Whiskey mit brauner Butter
Diese Technik namens „Fat-Washing“ ist einfach und ergibt beeindruckende Aromen: Gießen Sie Fett oder Öl in eine Spirituose, frieren Sie ein. Das Fett steigt auf und lässt sich entfernen – zurück bleibt eine geschmacksintensive Infusion.
Perfekt mit brauner Butter und Whiskey: Eine dekadente Note, die sich pur genießen lässt. So wird aus einem potenziellen Abfall ein Highlight.