Ghee ist ein unverzichtbarer Bestandteil der indischen und ayurvedischen Küche. In Bioläden hierzulande wird es zunehmend beliebt. Doch Sie können Ghee mühelos selbst herstellen – mit hochwertigen Zutaten aus der Region.
Ghee – was ist das?
Ghee ist reines Butterfett, gewonnen aus Butter. In Indien und Pakistan zählt es zu den wichtigsten Speiseölen. Bei uns ist es seit Langem als Butterschmalz bekannt. Im Unterschied zu normaler Butter enthält Ghee keinen Milchzucker mehr und ist somit ideal für Menschen mit Laktoseintoleranz. Es behält jedoch den feinen, leicht karamelligen Buttergeschmack.
Wichtig zu wissen: Für ein Kilogramm Butter entstehen etwa 25 Kilogramm CO₂-Emissionen. Landwirte benötigen rund fünf Liter Milch für 250 Gramm Butter – oft aus Massentierhaltung. Das führt zu Tierleid und hohen Treibhausgasen, da Kühe beim Wiederkäuen Methan ausstoßen.
Nutzen Sie selbstgemachtes Ghee daher bewusst und sparsam, nur wo es unverzichtbar ist.
Ghee selbst herstellen
Mit nur einer Zutat – Butter – gelingt Ghee zu Hause kinderleicht. So setzen Sie auf regionale oder Bio-Qualität.
Du benötigst:
- 500 g Butter (vorzugsweise Bio und regional)
Zubereitung:
- Geben Sie die Butter in einen Topf und erhitzen Sie sie langsam, bis sie köchelt.
- Lassen Sie sie bei niedriger Hitze 20 bis 30 Minuten köcheln. Es bildet sich Schaum auf der Oberfläche.
- Entfernen Sie den Schaum mit einem Löffel.
- Das enthaltene Wasser verdampft nach und nach, die Butter färbt sich braun. Nehmen Sie den Topf vom Herd und lassen Sie ihn etwas abkühlen.
- Das Eiweiß ist nun ausgeflockt: Der Großteil als Schaum entfernt, der Rest am Boden. Filtern Sie das Ghee je nach Bedarf durch Teefilter oder ein feines Baumwolltuch.
- Füllen Sie es in Gläser ab. Kühl und luftdicht gelagert hält es sich monatelang.
Ghee verwenden – Tipps für die Küche
Ghee als reines Fett ist extrem vielseitig und hitzebeständig mit einem Rauchsiedepunkt von 205 °C. Perfekt zum Braten und Frittieren.