Steckrüben genießen in vielen Küchen noch immer ein unterbewertetes Image. Unrechtmäßig so: Dieses robuste, regionale Wintergemüse überzeugt durch seine Vielseitigkeit und lässt sich zu herzhaften Gerichten verarbeiten. Als Fans regionaler Produkte teilen wir mit Ihnen bewährte Rezepte aus jahrelanger Praxis.
Viele verbinden Steckrüben mit knappen Zeiten wie Nachkriegs- oder DDR-Jahren. Doch glücklicherweise erobert die Knolle nun wieder deutschen Herd. Kalorienarm und von September bis März Saison, eignet sie sich ideal zum Selbstanbau oder Kauf in Bio-Qualität auf Wochenmärkten.
Roh bietet die Steckrübe scharfen Biss, gekocht entfaltet sie süß-nussige Noten. Ihr mildes Aroma harmoniert perfekt mit anderen Wurzelgemüsen. Die holzige Schale entfernen – aber nicht wegwerfen: Verwenden Sie sie mit anderen Gemüseschalen für eine aromatische Brühe.
Rübenmus: Traditionelles Steckrüben-Rezept aus Schleswig-Holstein
In Schleswig-Holstein und Teilen Skandinaviens ist Rübenmus eine winterliche Klassiker-Beilage zu geräuchertem Fleisch oder Fisch. Manche Dörfer feiern es sogar mit Festen. Dieses Rezept gart die Rüben mit Räucherspeck – vegetarisch ebenso köstlich. Rein aus Steckrüben oder gemischt mit Wintergemüse wie Kartoffeln, Karotten, Pastinaken oder Petersilienwurzeln.
Für vier Portionen Rübenmus:
- 1,5 kg Steckrüben
- 800 g mehligkochende Kartoffeln
- 400 g Möhren
- 400 g Pastinaken
- 300 ml Gemüsebrühe
- 100 ml Bio-Sahne
- 2 EL Bio-Butter
- einige Stängel glatte Petersilie
- Salz, Pfeffer, Muskatnuss
Zubereitung:
- Schälen Sie die Steckrüben, entfernen Strunk und holzige Teile, würfeln.
- Kartoffeln schälen und würfeln.
- Möhren und Pastinaken waschen, würfeln.
- Gemüse mit Brühe in Topf geben, aufkochen, 40 Minuten bei mittlerer Hitze zugedeckt köcheln, bis weich.
- Petersilie waschen, trockenschleudern, fein hacken.
- Gemüse stampfen, Petersilie, Sahne und Butter einrühren zu cremigem Mus. Mit Salz, Pfeffer, Muskat abschmecken.
Tipps zur Perfektion:
- Vegetarisch komplett: Mit Spiegeleiern, vegetarischen Würstchen oder gebratenem Räuchertofu.
- Gebratene Zwiebeln in Butter als leichte Beilage.
- Rauchsalz für authentischen Touch.
Veganer Steckrüben-Eintopf mit Lauch und Tofu
Dieser wärmende Eintopf vereint Steckrüben, Kartoffeln und Lauch – gekrönt von krossem Räuchertofu. Für vier Portionen:
- 600 g Steckrüben
- 350 g Kartoffeln
- 1 dicke Lauchstange
- 2 Knoblauchzehen
- 2 EL Rapsöl
- Saft einer halben Zitrone
- 600 ml Gemüsebrühe
- 200 ml vegane Sahne
- Salz und Pfeffer
- Schnittlauchröllchen zum Garnieren
Zubereitung:
- Steckrüben und Kartoffeln schälen, würfeln. Lauch waschen, in Ringe schneiden. Knoblauch fein hacken.
- Öl erhitzen, Lauch anbraten. Kartoffeln, Steckrüben, Knoblauch hinzufügen, braun anrösten.
- Mit Zitronensaft ablöschen, einkochen. Brühe und Sahne ergießen, 20 Minuten köcheln.
- Mit Salz, Pfeffer abschmecken. Mit Schnittlauch servieren.
Frischer Steckrüben-Salat mit Apfel und Walnüssen
Roh entfalten Steckrüben Frische – ideal in diesem Salat. Für vier Portionen:
- 300-400 g Steckrüben
- 1 süßlicher Apfel
- 3 EL Olivenöl
- 1 EL Zitronensaft
- 1 TL Apfelessig
- 1 TL Honig
- Salz und Pfeffer
- 1 Handvoll Walnüsse
- 2 Handvoll Feldsalat
Zubereitung:
- Steckrüben waschen, schälen, Strunk entfernen, in dünne Scheiben hobeln.
- Apfel waschen, entkernen, in Scheiben schneiden.
- Dressing aus Öl, Zitronensaft, Essig, Honig rühren, abschmecken.
- Steckrüben und Apfel marinieren, 1 Stunde ziehen lassen.
- Walnüsse grob hacken, fettfrei rösten.
- Feldsalat waschen, unterheben, mit Nüssen toppen.
Tipp: Getrocknete Cranberries für süß-herbe Note.
Knusprige Steckrüben-Rösti mit Kräuterquark
Braten Sie Steckrüben zu goldbraunen Rösti – perfekt mit Kräuterquark. Für zwei Portionen:
- 500 g Steckrüben
- 1 rote Zwiebel
- 1 Bio-Ei (Größe L)
- 2 EL Mehl
- 0.5 TL getrockneter Thymian
- ca. 0.5 TL Salz
- Pfeffer
- Öl oder Butterschmalz zum Braten
Zubereitung:
- Steckrüben schälen, reiben, Wasser ausdrücken.
- Zwiebel fein hacken, untermischen.
- Ei, Mehl, Gewürze einarbeiten.
- In Eisenpfanne portionsweise goldbraun braten.