Tellerlinsen sind ein unverzichtbarer Klassiker in der deutschen Küche – vielseitig, nährstoffreich und perfekt für eine gesunde, pflanzliche Ernährung. Basierend auf jahrelanger Erfahrung zeigen wir Ihnen, wie Sie Tellerlinsen professionell einweichen, kochen und in köstlichen Gerichten verwenden.
Früher als "Arme-Leute-Essen" bekannt, erobern Tellerlinsen heute die Herzen pflanzlich und gesundheitsbewusster Köche. Diese eiweißreichen Hülsenfrüchte sind nicht nur bekömmlich, sondern auch nachhaltig. Lassen Sie uns Schritt für Schritt durch die Zubereitung gehen.
Tellerlinsen einweichen: Unsere bewährten Tipps
Da Tellerlinsen ungeschält sind, verkürzt ein Einweichen die Kochzeit erheblich und verbessert die Verdaulichkeit.
- Geben Sie die gewünschte Menge Tellerlinsen in ein Haarsieb und spülen Sie sie gründlich unter fließendem Wasser ab.
- Füllen Sie die gewaschenen Linsen in ein großes Glas oder eine Schüssel und gießen Sie mindestens das Vierfache an Wasser darüber.
- Verwenden Sie ein Gefäß mit Deckel, um die Linsen vor Verunreinigungen wie Insekten zu schützen.
- Entfernen Sie schwimmende Linsen – diese könnten beschädigt sein.
- Die Quellzeit beträgt 6 bis 12 Stunden. Ideal: Abends einweichen für den Kochstart am Morgen. Für das Mittagessen morgens einweichen reicht aus.
- Wechseln Sie das Einweichwasser zwischendurch, für noch bessere Verträglichkeit.
Tellerlinsen kochen: So gelingt es perfekt
Tellerlinsen enthalten Stoffe, die Blähungen fördern können – besonders bei sensiblen Mägen. Deshalb: Einweichwasser immer wegschütten und frisches verwenden.
- Seihen Sie die gequollenen Linsen ab und spülen Sie sie erneut durch.
- Geben Sie sie in einen großen Topf mit mindestens dem Dreifachen an Wasser.
- Salzen Sie das Wasser leicht für weichere Linsen. Bei hartem Wasser hilft eine Prise Natron.
- Kochen Sie zugedeckt, bis die Linsen weich sind – das dauert je nach Größe und Alter bis zu 45 Minuten.
- Seihen Sie ab und fügen Sie die Linsen kurz vor Garzeitende zu Ihren Rezepten hinzu.
Profi-Tipp: Mit einem Schnellkochtopf halbieren Sie die Garzeit mühelos.
Rezeptideen mit Tellerlinsen: Frisch und vielseitig
Tellerlinsen auf Vorrat kochen
Perfekt zum Vorkochen: Im Kühlschrank halten gekochte Tellerlinsen bis zu drei Tage.
Oder portionsweise einfrieren:
- Größere Menge einweichen.
- Weich kochen.
- Vollständig abkühlen lassen.
- Portionsweise im Glas einfrieren.
So haben Sie immer frische Linsen parat – ohne Konservendosen, weniger Müll und umweltfreundlicher.
Empfohlene Rezepte mit Tellerlinsen:
- Linsensuppe selber machen: Klassisches Grundrezept und Variationen
- Linsensuppe: Veganes Rezept mit Suppengemüse
- Linseneintopf-Rezept: Einfach, schnell und gesund
- Linsenbolognese: Ein veganes Rezept
- Mujadarra: Veganes Linsen-Reis-Gericht
- Berglinsen-Rezept mit Currypaste
- Linsenbratlinge selber machen: Rezept für leckere Patties
- Linsen-Salat: Ein orientalisches Rezept
Tellerlinsen brauchen länger als feine Linsen, eignen sich aber für fast jedes Rezept. Kochen Sie sie separat und rühren Sie sie kurz vor Schluss unter – so bleibt alles knackig.
Alles Wissenswerte über Tellerlinsen
Die Tellerlinse (Lens culinaris) ist eine einjährige krautige Pflanze aus der Familie der Hülsenfrüchtler, bis 50 cm hoch. Blütezeit: April bis September. Die 15 mm langen Schoten enthalten die runden Samen (1–2 mm dick, 6 mm Durchmesser, beige-braun).
Im Handel als "Linsen", "grüne" oder "braune Linsen" erhältlich – ganzjährig trocken oder vorgegart. Trockenware ist empfehlenswert: Weniger Verarbeitung, Transport und Abfall.
Lagern Sie trockene Tellerlinsen dunkel, trocken und luftdicht – haltbar bis zu einem Jahr. Ältere werden trotz Einweichen zäh, da die Schale verhärtet.
Leichter verdaulich als Bohnen, eiweißreich und ideal für vegetarische/vegane Ernährung. Ungeschält keimbar.
Wählen Sie Bio-Qualität: Pestizidfrei, fördert ökologische Landwirtschaft. Regionaler Anbau minimiert CO₂-Fußabdruck.