Für den Bäckermeister Ken Forkish passen Pizza und Wein perfekt zu seinen Wohnträumen.
Wenn Sie das Glück haben, zu Ken Forkishs Haus eingeladen zu werden, betreten Sie nicht die Haustür – die ist nur für Fremde. Gäste nutzen den Hintereingang, der direkt ins Herzstück führt: seine Küche.
Als Inhaber von Ken's Artisan Bakery, Ken's Artisan Pizza und dem Restaurant Trifecta lebt Forkish buchstäblich in dieser gemütlichen, sonnigen Küche. Marmorarbeitsflächen eignen sich ideal zum Ausrollen von Teig, Regale bieten Platz für Weingläser, bereit für großzügiges Einschenken aus seiner beeindruckenden Sammlung. Die Ecke am Hintereingang verrät jedoch: Das ist die Küche eines Pizzabäckers. Dort thront sein maßgefertigter Holzofen mit 4 Fuß Durchmesser.

„Die gleiche Größe wie im Trifecta“, erklärt Forkish und meint damit sein renommiertes Lokal in Portland.
Der Ofen wurde vom selben Handwerksmeister gebaut wie der importierte Stein- und Tonziegelofen in Ken's Artisan Pizza. Um diesen restauranttauglichen Ofen ins Haus zu integrieren, ließ Forkish die Rückwand herausbrechen und baute einen Anbau darum. Der Ofen kam zuerst – die hintere Hälfte ist nun quasi Teil der Außenwand. Ohne ihn gäbe es ein ofenförmiges Loch nach draußen. Doch weder Ofen noch Forkish planen, wegzugehen.
„Ich wohne seit 2004 hier und bleibe lange“, sagt er.

Da seine Restaurants reibungslos laufen und seine preisgekrönten Backbücher weiterhin gefragt sind, möchte Forkish nun herunterfahren. Stattdessen mehr Zeit zu Hause, mit Freunden, gutem Essen und Wein aus seiner Sammlung italienischer Importe und Willamette-Valley-Pinot-Noirs – Cameron, John Thomas, gereifte Barolos, Barbarescos und Rieslinge.
Forkishs Weinauswahl basiert auf persönlichem Geschmack – und passt hervorragend zu Pizza.
„Viele italienische Weine harmonieren super mit Pizza“, sagt er. „Chianti ist ein klassischer Pizzawein, ebenso Rotweine von der Amalfiküste nahe Neapel. Oregon Pinot Noir ist subtiler, aber ebenso ideal.“

Mit so vielen pizzafreundlichen Weinen wird der Ofen fleißig genutzt. „In der Regenzeit heize ich ihn mehrmals wöchentlich“, erklärt Forkish. „Ich backe gerne Pizza – manchmal nur, um ins Feuer zu schauen. Aber er ist kein Deko-Objekt, sondern ein viel genutzter Profi-Ofen.“
Umgeben von bequemen weißen Sofas, deckenhohen Bücherregalen und Fenstern mit Blick ins grüne Blätterdach des Gartens wirkt die Ofen-Ecke wie ein erwachsener Kindheitstraum: ein Pizzaofen im Baumhaus.
„Schade nur, ich hätte gerne eine Waldfee, die mir Holz stapelt“, scherzt Forkish. „Dann würde ich öfter backen.“
