Ich habe unzählige Male betont: Fett macht nicht dick. Diese Erkenntnis habe ich von führenden Ärzten des Landes übernommen und als selbstverständlich akzeptiert. Dennoch bleibt sie einer der am schwersten zu verinnerlichenden Wellness-Ratschläge. Aus kalorischer Sicht ergibt es Sinn – Fett liefert 9 Kalorien pro Gramm, Kohlenhydrate und Proteine nur je 4. Weniger Fett bedeutet weniger Kalorien und somit Abnehmen, oder?
Wenn Abnehmen nur um Kalorien ginge, wäre das korrekt. Tatsächlich hängen Gewichtsschwankungen von komplexen Prozessen ab, wie der Wirkung der Ernährung auf Blutzucker und Hormone. Fett unterstützt Mitochondrien und Hormonhaushalt, weshalb Top-Ärzte es heute als Schlüssel zum Abnehmen sehen. „In meiner Funktionsmedizin-Klinik sind hoher Blutzucker und Insulin (führt zu Insulinresistenz) Hauptursachen für Gewichtszunahme“, erklärt Will Cole, D.C., mbg-Kollektivmitglied und Bestsellerautor von Ketotarian. „Der Körper ist kein Kalorienzähler, sondern ein Chemielabor. Nahrung steuert Stoffwechsel und Biochemie.“ Kalorien zählen, doch Qualität und Art der Nährstoffe sind entscheidend. „300 g Zucker wirken anders als 300 g gesunde Fette“, betont Cole. „Nahrungssignale an Hormone, Gehirn und Mikrobiom bestimmen metabolische Gesundheit.“
Falls Sie überzeugt sind – trotz tief verwurzelter Glaubenssätze, selbst meine Mutter mustert Öle skeptisch –, fragen Sie sich: Welche Fette sind ideal zum Abnehmen? Es gibt eine Hierarchie. Fast-Food-Fritten fördern Fettansammlung durch systemische Störungen. Diese drei Fette hingegen unterstützen ein gesundes Gewicht:
1. Walnüsse
Die hirnförmige Nuss glänzt beim Abnehmen, da Gewichtsbalance mit Entzündungen korreliert. „Nüsse sind herzgesund, Walnüsse besonders: Sie senken C-reaktives Protein und Entzündungen“, erklärt Bestsellerautorin JJ Virgin. „Sie helfen auch, Stress besser zu managen – Schlüssel gegen Bauchfett und Heißhunger.“ Hoher Stress treibt Cortisol, das viszerales Fett festhält. Eine Studie mit 41 Frauen zeigte: Hohes Bauchfett korreliert mit starken Cortisolspitzen während und nach Stress. Walnüsse halten Stress und Cortisol niedrig. Probieren Sie wärmende Walnuss-Suppe (Rezept hier), streuen Sie sie über Salate, Haferflocken oder rühren Sie sie knusprig unter Gerichte. Röstung (10 Min. bei 350 °F/175 °C) verstärkt Aroma und Verdaulichkeit.
2. MCT-Öl
MCT-Öl, bekannt durch Bulletproof-Kaffee, steckt in Kokosöl, Palmkernöl, Käse. „Gesunde MCT-Fette fehlen in der westlichen Ernährung“, sagt Cole. „Als kurzkettige gesättigte Fette werden sie leichter als LCT-Fette (langkettig) zu Energie umgewandelt.“ Kaufen Sie reines MCT-Öl oder mehr Kokosöl. „MCT-Öl boostet Stoffwechsel, verbrennt schnell und treibt Abnehmen voran“, rät Frank Lipman, M.D., Autor von How to Be Well. Mischen Sie es in Smoothies oder Lattes. Tipps: Langsam starten (1 TL/Tag bis 2–3 EL), nicht zum Braten (dann Kokosöl wählen), Kohlenhydrate niedrig halten. „Hohes Fett plus viel Carbs sabotieren Erfolg“, warnt Lipman.
3. Natives Olivenöl extra
Grundpfeiler der Mittelmeer-Diät. Als entzündungshemmendes Lebensmittel strahlt es Haut auf – und fördert Abnehmen. „Diäten mit mehr Olivenöl führen zu stärkerem Gewichtsverlust als fettarm“, sagt Cole. Dank Ölsäure stärkt es gewichtsverlustfördernde Neuronen. Hochwertiges Öl (Qualitätscheck hier) eignet sich zum Braten und Backen. Ideal für mediterrane Gerichte (Rosmarin, nicht Curry). Erhitzen Sie Knoblauch darin für intensiven Geschmack in Salatdressings oder Blumenkohl-Gnocchi.
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