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Warum der grüne Tomatenstrunk giftig ist: Solanin-Risiken und Expertenrat

Der grüne Tomatenstrunk ist nicht nur ein Mythos – er enthält tatsächlich Giftstoffe. Als Ernährungsexperte erkläre ich, warum Sie ihn immer entfernen sollten.

Tomaten sind ein unverzichtbarer Bestandteil in Salaten, Aufläufen oder pur genossen. Doch der Stielansatz birgt ein Risiko durch Solanin. Erfahren Sie hier die Fakten vom Deutschen Grünen Kreuz.

Solanin im Tomatenstrunk

Tomaten bestehen zu 95 Prozent aus Wasser und sind kalorienarm. Sie liefern Vitamin A, B1, C und E sowie Mineralstoffe wie Kalium, Magnesium und Calcium.

Im grünen Stielansatz und in unreifen Tomaten steckt der Giftstoff Solanin. Je reifer die Frucht, desto weniger davon, betont das Deutsche Grüne Kreuz. Solanin schmeckt bitter, wird nicht durch Hitze zerstört und widersteht Verdauungsenzymen.

Bereits ab 220 Milligramm treten Vergiftungssymptome auf: Magen-Darm-Beschwerden, Atemprobleme. Höhere Dosen können Übelkeit, Erbrechen und Halluzinationen verursachen.

Wie giftig ist der Tomatenstrunk?

Die Menge an Solanin im Stiel ist gering – eine Vergiftung durch normale Mengen ist unwahrscheinlich. Dennoch raten Expert:innen wie das Deutsche Grüne Kreuz: Immer wegschneiden!

Solanin findet sich auch in rohen Kartoffeln und rohen Auberginen. Der Mythos einer krebserregenden Wirkung ist widerlegt – es fehlen wissenschaftliche Belege.