Die Paleo-Diät orientiert sich an der Ernährung unserer Vorfahren aus der Altsteinzeit, die vor etwa 2,5 Millionen Jahren begann. Sie basiert auf natürlichen Lebensmitteln wie Fisch, magerem Fleisch, Obst, Gemüse, Samen und Nüssen – genau das, was durch Jagen und Sammeln verfügbar war. Moderne Produkte aus der Landwirtschaft ab vor rund 10.000 Jahren, wie Milchprodukte, Getreide und Hülsenfrüchte, werden vermieden.
Als Ernährungsexperte mit langjähriger Praxis bestätigen zahlreiche Studien: Die Paleo-Diät kann zu signifikanter Gewichtsabnahme und Gesundheitsverbesserungen führen – oft ohne Kalorienzählen. Bekannte Alternativnamen sind Paläolithische Diät, Steinzeit-Diät, Höhlenmensch-Diät oder Jäger-Sammler-Diät.
Das Ziel der Paleo-Diät
Sie kehrt zur ursprünglichen Ernährung zurück, da unser Körper genetisch nicht an moderne, landwirtschaftlich geprägte Nahrung angepasst ist (Diskordanzhypothese). Die Einführung von Milchprodukten, Getreide und Hülsenfrüchten hat die Ernährung revolutioniert und könnte – laut Hypothese – zu heutigen Zivilisationskrankheiten wie Fettleibigkeit, Diabetes und Herzproblemen beitragen.
Erlaubte Lebensmittel in der Paleo-Diät
M Fleisch: Lamm, Huhn, Rind, Schwein
Fisch und Meeresfrüchte: Forelle, Lachs, Garnelen, Schellfisch, Schalentiere
Eier: Freiland- oder Omega-3-angereicherte Eier
Gemüse: Brokkoli, Grünkohl, Zwiebeln, Karotten, Paprika, Tomaten
Früchte: Äpfel, Orangen, Bananen, Birnen, Avocado, Erdbeeren, Heidelbeeren
Knollen: Kartoffeln, Süßkartoffeln, Yamswurzeln, Rüben
Nüsse und Samen: Mandeln, Macadamianüsse, Walnüsse, Haselnüsse, Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne
Gesunde Fette und Öle: Natives Olivenöl extra, Avocadoöl
Salz und Gewürze: Meersalz, Knoblauch, Rosmarin, Kurkuma u.v.m.
Verbotene Lebensmittel in der Paleo-Diät
Zucker und Maissirup mit hohem Fruchtzuckergehalt: Erfrischungsgetränke, Fruchtsäfte, Tafelzucker, Süßigkeiten, Eis, Gebäck
Getreide: Brot, Teigwaren, Weizen, Dinkel, Roggen, Gerste
Hülsenfrüchte: Bohnen, Linsen u.a.
Milchprodukte: Meistens vermieden, inkl. fettarm; manche Varianten erlauben Butter oder Käse
Einige Pflanzenöle: Sojaöl, Sonnenblumenöl, Baumwollsamenöl, Traubenkernöl, Distelöl
Transfettsäuren: In Margarine und verarbeiteten Produkten (hydriert/teilhydriert)
Künstliche Süßstoffe: Sucralose, Cyclamat, Saccharin, Acesulfam-K, Aspartam (natürliche Alternativen ok)
Hochverarbeitete Lebensmittel: Fettarm- oder Diätprodukte mit Zusatzstoffen, Mahlzeitenersatz.
Grundsatz: Alles Fabrikprodukt meiden.
In Maßen: Wein und dunkle Schokolade (über 70% Kakao – nährstoffreich und gesund).
Empfohlene Getränke
Wasser ist die Basis. Weitere Optionen:
Tee: Reich an Antioxidantien, grüner Tee top.
Kaffee: Antioxidantienreich mit vielen Vorteilen.
Einfache Paleo-Snacks
Drei Mahlzeiten reichen meist. Bei Hunger: Babykarotten, hartgekochte Eier, Obst, Nüsse, Reste, Apfelscheiben mit Mandelmus, Beeren mit Kokoscreme, hausgemachtes Beef Jerky.
Vorteile der Paleo-Diät
Klinische Studien vergleichen sie mit Mittelmeer- oder Diabetes-Diät und zeigen Vorteile: Mehr Gewichtsverlust, bessere Glukosetoleranz, stabilerer Blutdruck, niedrigere Triglyceride, effektiveres Appetitmanagement – gegenüber Diäten mit Vollkorn, Hülsenfrüchten und fettarmer Milch.