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Knoblauch roh essen: Die gesündeste Zubereitung für maximale Wirkung

Knoblauch roh zu essen ist besonders lohnenswert – so bleiben die wertvollen Inhaltsstoffe optimal erhalten. In diesem Beitrag erklären wir, warum das der Fall ist, und geben bewährte Tipps zur Zubereitung.

Knoblauch verleiht warmen Gerichten ein unvergleichliches Aroma, schmeckt aber auch roh hervorragend. Frische Zehen sind schärfer und intensiver als gebratene Varianten – nicht jedermanns Geschmack. Wer den knackigen Charakter mag, profitiert gesundheitlich enorm: Die bioaktiven Stoffe bleiben roh am besten wirksam.

Warum ist Knoblauch so gesund?

Seit Jahrzehnten erforscht die Wissenschaft die gesundheitsfördernden Effekte von Knoblauch. Obwohl das Zusammenspiel der Inhaltsstoffe noch nicht vollständig geklärt ist, gibt es starke Hinweise auf Gefäßschutz und Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Die Apotheken-Umschau betont jedoch, dass eindeutige Beweise fehlen. Zudem werden antimikrobielle und blutzuckersenkende Wirkungen diskutiert.

Schlüsselrolle spielt Allicin, ein Spaltungsprodukt der Aminosäure Alliin. Beim Zerkleinern aktiviert sich das Enzym Alliinase, das mit Alliin zu Allicin reagiert – und den typischen Geruch erzeugt.

Zusätzlich enthält Knoblauch den sekundären Pflanzenstoff Saponin mit cholesterinsenkender Potenz. Laut NDR entfaltet er seine Wirkung ab vier Gramm täglich – das entspricht einer großen Zehe rohem Knoblauch.

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Ist roher Knoblauch wirklich gesünder?

Allicin zerfällt nach dem Schneiden rasch. Verzehren Sie Knoblauch daher umgehend, um die volle Wirkung zu nutzen. Eine Studie aus 2020 nachwies Allicin im Blut und Urin von Probanden nach Verzehr gepressten rohen Knoblauchs.

Generell gehen beim Kochen oder Braten Nährstoffe und Vitamine in Gemüse verloren – roh bleibt mehr erhalten.

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Eine 2015-Studie verglich Zubereitungsarten und fand den höchsten Allicin-Gehalt in gehacktem rohem Knoblauch. Als mildeste Erhitzungsmethode galt Rührbraten (Stir-Frying).

Keine Zeit für roh? Pürieren Sie Zehen mit Öl zu Knoblauchpaste und garen bei 70 Grad. NDR-Quellen berichten: Einige Schwefelverbindungen gehen verloren, doch Geschmack mildert sich und genügend Stoffe bleiben.

Integrieren Sie rohen Knoblauch in Dips wie selbstgemachtem Tzatziki, selbstgemachtem veganen Aioli, Skordalia oder Knoblauchbutter.