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Als Ernährungswissenschaftlerin: Diese 3 Tipps lindern COVID-19-Angst und stärken Ihr Immunsystem

Die Angst – dieses Gefühl von Sorge und Unbehagen – hat ein Allzeithoch erreicht. Vor der COVID-19-Pandemie litten bereits jeder Fünfte darunter. Heute addieren sich Stressfaktoren wie Gesundheitsrisiken, Kinderbetreuung, Jobverlust, finanzielle Belastungen, fehlende soziale Kontakte und der Verlust der Routine. Der Stresspegel steigt dadurch ins Unermessliche.

Warum ist das alarmierend? Chronischer Stress verhindert, dass der Körper heilt, da er im Überlebensmodus bleibt. Indem wir den Körper sicher fühlen lassen, fördern wir die Selbstregulation. Essen ist nur ein Weg – Spielen mit Kindern, Lesen, Malen, Meditation, Spaziergänge, Yoga oder ausreichend Schlaf verankern Ihre Stressreaktion den ganzen Tag und stärken das Immunsystem.

Ernährung ist jedoch eine Entscheidung, die wir mehrmals täglich treffen. In der Isolation sind gesunde Gewohnheiten oft ins Wanken geraten: vom übermäßigen Snacken zur Ablenkung bis hin zum Vergessen des intermittierenden Fastens. Nutzen Sie diese Zeit, um sich auf nährstoffreiche Ernährung zu fokussieren. Die richtigen Lebensmittel reduzieren Entzündungen, pflegen das Mikrobiom, balancieren Hormone und optimieren den Stoffwechsel – falsche Wahlen fördern hingegen Blähungen, Müdigkeit und weitere Angst.

Als Ernährungswissenschaftlerin mit jahrelanger Praxis empfehle ich diese Top-3-Strategien, um Angst zu mindern und das Immunsystem zu boosten. Es ist Zeit, Lebensmittel als Medizin zu entdecken – auch in stressigen Zeiten.

Stabilisieren Sie Ihren Blutzuckerspiegel

Mein erster Rat zur Stimmungs- und Energiegelstabilisierung: Halten Sie sich an eine niedrig-glykämische Ernährung und meiden Sie nackte Kohlenhydrate. Blutzuckerschwankungen – Hochs nach Kohlenhydraten und Tiefs durch Insulinüberschuss – verstärken hypoglykämische Episoden, Diabetesrisiken und Symptome wie Zittern, Müdigkeit, Herzrasen, Schwitzen sowie Heißhunger und Angst.

Begrenzen Sie Kohlenhydrate auf moderate Portionen Vollwertkost: stärkehaltiges Gemüse, Obst, gekeimtes Hülsenfrüchte oder Getreide (bei Verträglichkeit). Vermeiden Sie raffinierte Mehle und zuckerreiche Produkte. So entfallen extreme Spitzen. Kombinieren Sie Kohlenhydrate immer mit Protein oder Fett, um glykämische Peaks zu dämpfen und Sättigung zu steigern. Beispiele: 1–2 EL Mandelmus zu einem Apfel, eine halbe Kochbanane in 1 EL Kokosöl anbraten oder halbe Avocado zu Bohnen.

Ziele:

  • Halten Sie Kohlenhydrate moderat: max. 45 g pro Mahlzeit, 75–90 g täglich.
  • Kombinieren Sie Kohlenhydrate mit Protein oder gesundem Fett.

Definieren Sie ein Essensfenster und halten Sie es ein

Der Körper schätzt Rituale. Streben Sie 10–12 Stunden täglich ohne Essen an (idealerweise Schlafzeit). Ein Fenster von 8–20 Uhr eignet sich: Abends um 20 Uhr nach dem Essen pausieren. Bei Angst halte ich 12 Stunden Essen und max. 14 Stunden Fasten für ideal – längeres Fasten kann bei erhöhtem Epinephrin und gesenktem Leptin kontraproduktiv wirken.

Abendlicher Heißhunger? Probieren Sie koffeinfreien Rooibos-Tee mit Polyphenolen für Antioxidans- und Immunboost. Mit Zitronenscheibe unterstützen Sie die Leberentgiftung.

Essen Sie nicht am Schreibtisch, Bett oder Sofa – schaffen Sie Rituale am Tisch oder draußen. Das fördert Achtsamkeit, bewusste Entscheidungen und bessere Verdauung durch Entspannung und mehr Enzyme.

Ziele:

  • Etablieren Sie ein lebensmittelfreies Zeitfenster.
  • Verlängern Sie mit Tees auf 10–12 Stunden Fasten für Regeneration und Immunoptimierung.
  • Definieren Sie Esszonen; meiden Sie Couch und Bett.

Boosten Sie Phyto-Nährstoffe und Antioxidantien

Chronischer Stress beschleunigt oxidativen Stress, der im Gehirn Angst, Depressionen und Panik fördert. Bunte Gemüse- und Obstvielfalt liefert Antioxidantien, die oxidativen Stress mindern und Stimmung stabilisieren.

Schlüssel-Antioxidantien wie Glutathion, Cystein und Vitamin C schützen vor freien Radikalen. Schwefelgemüse (Brokkoli, Blumenkohl, Kohl, Rosenkohl) boostet Cystein/Glutathion für Entgiftung. Zitrusfrüchte, Beeren und Blattgemüse spenden Vitamin C – essenziell für Nebennieren und Cortisol-Stoffwechsel. In Stressphasen steigt der Bedarf zehnfach; Vitamin C unterstützt zudem Immun- und Antiviralabwehr.

Ziele:

  • 2–3 Tassen Gemüse täglich für Magnesium und Entspannung.
  • ½–1 Tasse schwefelhaltiges Gemüse für Cystein/Glutathion.
  • Vitamin-C-Boost mit Beeren, Kiwi, Melone, Zitrus; Kräuter als Extra.

Mit diesen Anpassungen gewinnen Sie Kontrolle über Ihre Angst. Sie wechseln vom Burnout- in einen regulierten, vitalen Modus.

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