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Benzoesäure (E210): Wirkung als Konservierungsstoff, Anwendungen und Risiken

Benzoesäure ist ein bewährtes Konservierungsmittel, das die Haltbarkeit von Eingemachtem verlängert. In höheren Mengen kann es jedoch gesundheitliche Beschwerden auslösen.

Was ist Benzoesäure?

Benzoesäure wird als Lebensmittelzusatzstoff mit der Kennnummer E210 deklariert. Hersteller setzen sie ein, um Lebensmittel vor Hefen und Bakterien zu schützen – eine zuverlässige Konservierungsstoffwirkung.

Obwohl sie heute synthetisch hergestellt wird, findet sich Benzoesäure natürlich in Preiselbeeren, Himbeeren, Pflaumen, Zimt und Nelken. Auch in fermentierten Produkten wie Joghurt oder Käse kommt sie vor. Häufig wird sie mit Sorbinsäure kombiniert, um zusätzlich Schimmelpilze zu hemmen.

Typische Produkte mit Benzoesäure sind:

  • Soft- und Energydrinks
  • Obst- und Gemüsekonserven
  • Marmeladen, Konfitüren, Gelees
  • Wurst- und Fischkonserven
  • Saucen, Ketchup, Senf

Ist Benzoesäure gesundheitlich bedenklich?

Die European Food Safety Authority (EFSA) stuft eine tägliche Aufnahme von bis zu 5 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht als unbedenklich ein. Manche Menschen reagieren allergisch darauf, insbesondere Asthmatiker oder Personen mit Empfindlichkeit gegenüber Schmerzmitteln.

Selbst Nicht-Allergiker sollten übermäßigen Konsum vermeiden. Der Körper verarbeitet und scheidet Benzoesäure über den Urin aus, doch hohe Dosen können Verdauungsstörungen und Bauchkrämpfe verursachen.

In Kombination mit Ascorbinsäure, etwa in Softdrinks, kann geringe Mengen Benzol entstehen – ein potenziell krebserregender Stoff. Diese Konzentrationen gelten jedoch als risikofrei.

Bio-Lebensmittel sind benzoesäurefrei, da der Zusatzstoff verboten ist. Traditionelle Methoden wie Zucker in Marmelade reichen oft aus. Selbstgemachte Konserven oder Bio-Produkte minimieren das Risiko einer Überdosierung effektiv.