Pflaumensaft steckt voller Vitamine und wertvoller Nährstoffe. Als bewährtes Hausmittel hilft er zuverlässig gegen Verstopfung – bei Babys ebenso wie bei Erwachsenen. Erfahren Sie, wie Sie ihn richtig einsetzen.
Die Saison für Pflaumen startet im Juli und dauert bis Anfang Oktober. In dieser Zeit eignen sich die blauen Früchte ideal für Klassiker wie Pflaumenmus und Zwetschgendatschi. Sie lassen sich aber auch hervorragend zu Saft verarbeiten.
Pflaumensaft gilt seit Langem als effektives Hausmittel bei Verstopfung, besonders bei Babys und Kleinkindern. Wissenschaftliche Studien haben seine verdauungsfördernde Wirkung in Versuchen bestätigt.
Forscher erklären den abführenden Effekt vor allem mit dem hohen Anteil an Ballaststoffen im Fruchtfleisch. Entscheidend ist auch der Zuckeralkohol Sorbit – kein Alkohol, sondern ein Kohlenhydrat, das in vielen Steinobstsorten vorkommt. Hinzu kommt der Fruchtzucker (Fructose), der in größeren Mengen natürlich abführend wirkt.
Pflaumensaft: Reich an Kalium und Vitaminen
Neben Fruchtzucker enthält Pflaumensaft zahlreiche gesundheitsfördernde Stoffe. Pro 100 Gramm liefert er:
- Kalium – 190 mg
- Magnesium – 10 mg
- Vitamin C – 5 mg
- Vitamin E – 0,9 mg
- Vitamin A – 61 µg (Mikrogramm)
Der hohe Kaliumgehalt macht Pflaumen zu einem essenziellen Ernährungsbestandteil. Kalium unterstützt die Muskeln und hilft, den Blutdruck zu regulieren – wie Studien belegen.
Verarbeitet der Hersteller Fruchtfleisch und Schale, sind zudem viele Polyphenole enthalten. Diese Pflanzenstoffe wirken antioxidativ und können das Risiko für Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken.
Bei Fructoseintoleranz oder Sorbitunverträglichkeit sollten Sie auf Pflaumensaft verzichten.
Pflaumensaft gegen Verstopfung: Die richtige Anwendung
Bei Babys ohne feste Nahrung lindert Pflaumensaft Verstopfung effektiv. Typische Anzeichen: harter Bauch, trockener Stuhl, Anstrengung beim Stuhlgang oder ausbleibender Stuhlgang.
Starten Sie mit kleinen Mengen, um Verträglichkeit zu prüfen. Die Tageshöchstmenge beträgt 125 ml. Verdünnen Sie den Saft: Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt 3 Teile Wasser zu 1 Teil Saft. Er ersetzt keine normale Fütterung, sondern ergänzt sie.
Auch bei älteren Kindern und Erwachsenen wirkt ein Glas (250 ml) oft ausreichend. Bei Bedarf ein zweites. Zu süß? Als Schorle genießen. Alternativ: Frische oder getrocknete Pflaumen essen.
Bei anhaltender Verstopfung: Zum Arzt gehen, statt Dosen zu erhöhen.