Als Kochredakteurin Sue teste ich gerne ungewöhnliche Zutaten. Diesmal ersetze ich Hühnereier durch Truthahneier für fluffige Cupcakes.
Nach meinem Besuch bei Kelly’s Turkeys letzter Woche brachte ich nicht nur köstliche Putenwürste mit, sondern auch vier frische Truthahneier heim. Man sagte mir, sie sorgen für besonders leichte Kuchen – perfekt für Cupcakes.

Erster Unterschied zu Hühnereiern: Die Schale ist härter, die Membran zögerlicher zu lösen. Jedes Ei wiegt etwa 60 g, nur minimal größer. Für mein Standard-Biskuitrezept – gleiche Teile Puderzucker, Butter und selbsttreiendes Mehl, plus Milch und Vanilleextrakt – passten sie ideal.

Die Cupcakes gelangen perfekt: gleichmäßig aufgegangen, goldbraun. Leicht spitz in der Mitte – bei niedrigerer Temperatur oder mehr Milch wären sie flacher gewesen. Mit Buttercreme-Spitzen kein Problem.
Meine Lieblingsspritztülle, den Edelstahl-Cupcake-Füller von Jem (erhältlich in Deko-Shops oder bei Hobbycraft), habe ich immer griffbereit. Damit fülle ich die Cupcakes – überraschender Biss!
In der aktuellen Woman’s Weekly (3. September) gibt’s Lemon Meringue Cupcakes mit Lemon Curd. Hier füllte ich mit glatter, kernloser Himbeermarmelade (Lieblingsmarmelade sieben). Die Tülle in den Kuchen drücken, bis die Oberfläche aufgeht, dann rausziehen. Glatte Füllung verstopft nicht.

Etwas Marmelade sickert? Buttercreme deckt es ab. Schnelle Rosendekos: Farbige Zuckerpaste in Silikonform, grüne Blätter mit PME-Rosenblattschneider. Mit Jem 1M-Tülle Buttercreme spiralen, Rose und Blätter drauf.

Halbiert zeigen sie die Füllung. Geschmacklich kaum Unterschied zu Hühnereiern, aber super leichte Textur. Ich backe sie jederzeit wieder – bei besserer Verfügbarkeit.
Truthahneier von Clarence Court in Waitrose (kurze Saison, April-Juni, dieses Jahr länger wegen mildem Wetter). Aus „Plumpie“-Rasse von Paul Kelly bei Kelly’s Turkeys – wie meine. Ab April in Waitrose nachschauen!
