Beim Garen von Schweinebraten stellen uns Leserinnen und Leser am häufigsten die Frage: „Wie bekomme ich die perfekte Kruste?“
Hallo, ich bin Cookery Editor Sue. Woche für Woche testen wir Rezepte mit Leidenschaft – und einige bleiben unvergesslich. In unserer Magazinausgabe vom 18. Juni unter dem Motto „Zurück zu den Grundlagen … Schweinefleisch“ begeistert besonders der langsam gebratene Schweinebauch, an den wir noch lange denken werden.

Schweinebauch erlebt ein echtes Revival und prangt mittlerweile regelmäßig auf Gastro-Pub-Menüs. In meiner Kindheit kochte meine Mutter ihn als günstiges Wochentagsessen – heute ist er trotz moderater Preise kein 'Billigfleisch' mehr, dank hoher Nachfrage. Wählen Sie Freiland-Schweinefleisch: Es hat eine dickere Fettschicht, die Geschmack spendet und das Fleisch beim langsamen Braten saftig hält. Fett ist hier Gold wert, auch wenn wir es sonst meiden sollten.
Für die ultimative Kruste: Schneiden Sie die Haut tief ein. Metzger liefern oft Vorschüsse, doch ich vertiefe sie mit einem scharfen Messer. Gießen Sie kochendes Wasser darüber – die Haut zieht sich zusammen, Schnitte öffnen sich für bessere Hitzeaufnahme. Tupfen Sie mit Küchenpapier trocken und lassen Sie es unbedeckt airen, idealerweise 30–60 Minuten. Feuchtigkeit verhindert Knusprigkeit; ein Haartrockner auf Kaltstufe beschleunigt das.
Währenddessen Ofen auf Maximum vorheizen. Reiben Sie trockene Gewürze ein, besonders in die Einschnitte. Öl? In meinen Tests blieb die Kruste weicher – also Finger weg, nach dem Trocknen. Unbedeckt braten: Fett spritzt, aber Dampf entsteht sonst unter Folie und macht alles matschig.
Nach 30 Minuten bei Hochtemperatur runterdrehen, bis klare Säfte austreten. Noch nicht knusprig? Unter heißem Grill oder Oberhitze mit Umluft finalisieren.

Dieses Prinzip gilt für alle Schweinestücke mit Haut – von der traditionellen Keule bis zur Schulter.
Entdecken Sie unsere besten Schweinefleischrezepte.