Die Kochbuchautorin aus Portland, Jenna Passaro, begeistert sich für Sous-Vide-Garen.
Fotos: Natalie Gildersleeve
Während die Frage „Was gibt’s zum Abendessen?“ vielen berufstätigen Eltern Kopfschmerzen bereitet, hat Jenna Passaro, Food-Bloggerin und Autorin aus Portland, stets eine Lösung parat – ganz buchstäblich. Als Sous-Vide-Expertin kennt sie die einfachen Freuden: Vakuumiertes Steak aus dem Gefrierschrank nehmen, in heißes Wasser tauchen und garen, bis es Zeit zum Anbraten ist.
Sous-Vide ist mehr als das, doch auf ihrem beliebten Blog Sip Bite Go und im neuen Kochbuch The Home Chef’s Sous Vide Cookbook verrät Passaro alle Tipps, Tricks, Ausrüstungsempfehlungen und Dutzende Rezepte. So gelingt auch Ihnen Abendessen – oder Frühstück – mühelos.
„Das langsame Garen versiegelter Lebensmittel in einem präzise temperierten Wasserbad, gesteuert von der Sous-Vide-Maschine, macht Misserfolge unmöglich“, erklärt sie in ihrem Buch. Perfekt für empfindliche Zutaten wie Hummerschwänze: „Dinge, die ich sonst selten koche, werden sous vide grandios.“


Ideal für den Winter: Reichhaltige Short Ribs oder Valentinssteaks werden sous vide makellos. Beim Skifahren oder Fußballschauen kein Stress – das Essen verkokelt nicht.
„Wir lieben traditionelle Sonntagsessen“, sagt Passaro. „An Fußballtagen garen wir Schweineschulter lange sous vide, reduzieren den Saft mit BBQ-Sauce – alltägliches Gewürz wird zum Highlight.“
Ein Favorit: Ganzes Hähnchen. „Vakuumiert mit Kräutern sechs Stunden garen, abends grillen für knusprige Haut. Kein permanentes Beobachten nötig wie im Ofen. Morgens starten, abends fertig.“


Passaro und ihr Mann Patrick, ehemaliger Koch, kochen leidenschaftlich, doch mit Kleinkind ist Zeit knapp. „Früher Ravioli bis 2 Uhr nachts. Heute sind wir um 22 Uhr erledigt.“
Sous-Vide passt perfekt in vollen Alltag: „Wir teilen Aufgaben – einer badet, der andere kocht. Kreatives Kochen ist Therapie.“
Trotz technischen Anstrichs ist Sous-Vide kinderleicht, sobald der Einstieg geschafft ist. „Viele lassen Geräte ungeöffnet. Aber: Probieren Sie’s – Sie verpassen Großartiges!“

