Der erste grüne Schössling der Saison kündigt ein Jahr voller Möglichkeiten an – und niemand begrüßt diesen sonnenverwöhnten Optimismus herzlicher als Gregory Gourdet, der James-Beard-nominierte Executive Chef der Departure-Restaurants in Portland und Denver.

In der Speisekammer:
Gründliche Reinigung und Frühling gehen Hand in Hand. Für Gourdet beginnt der Frühlings putz in der Küche. „Der Frühling ist die ideale Zeit, um auszumisten“, erklärt der erfahrene Chef. „So können Sie ersehen, was Sie haben, und Ihre Pläne für die Saison festlegen.“
1. Verschenken Sie, was Sie wahrscheinlich nicht brauchen.
2. Ordnen Sie den Rest neu: Gewürze in einen eigenen Bereich, häufig genutzte Zutaten vorne. „So haben Sie im Blick, womit Sie würzen möchten“, sagt Gourdet. „Das macht den Kochprozess effizienter.“
3. Durchforsten Sie Kühlschrank und Gefrierschrank, um Reste zu verwerten. „Ich koche gerne Frikadellen-Eintöpfe“, schwärmt er. „Nehmen Sie ein halbes Glas sonnengetrocknete Tomaten aus dem Kühlschrank, mischen Sie Kräuter aus dem Gemüsefach dazu. Mit Knochen aus dem Gefrierschrank zaubern Sie eine köstliche Brühe. Fügen Sie Blattkohl, Grünkohl oder Mangold hinzu – fertig ist ein gesundes, herzhaftes Abendessen.“

Auf dem Teller:
Während Übergänge von Sommer zu Herbst oder Herbst zu Winter subtil sind, markiert der Frühling die drastischste Veränderung, betont Gregory Gourdet. „Die Zutaten werden zarter – eine aufregende Zeit!“ Dieses Jahr feiert der Portland-Standort sein 10-jähriges Jubiläum und erfrischte prompt die Speisekarte. Zu Hause setzt Gourdet auf schnelle Braten von Saisongemüse und Pickles, um Frische auf den Teller zu bringen und winterliche Comfort Food-Gelüste zu stillen. Von Ackerbohnen und Erbsen über Spargel bis Rhabarber: Eine neue Palette entfaltet sich. „Es ist spannend, Gerichte aufzulockern“, sagt er. „Kochen wird schneller und kürzer. Ich liebe es, frisches Gartengemüse zu verarbeiten.“

Rund ums Haus:
In regnerischem Portland schafft Gourdet bewusst farbenfrohe Räume. „Ich wollte die dunklen Winter mit Helligkeit und Freude ausgleichen“, erklärt der Chef der Departure-Restaurants. Sein karibisch inspirierter Stil integriert haitianische Kunstwerke zur Ehrung seiner Wurzeln. Rund 80 Topfpflanzen in allen Größen und Formen beleben den Raum. Im Frühling repottet er wurzelgebundene Pflanzen, optimiert die Sonneneinstrahlung und erweitert die Sammlung. Er wechselt zu leichten Stoffen für Kissen und Decken. „Mit mehr Sonne greift man zu Hellerem, Fröhlicherem“, sagt Gourdet, „Dinge, die Wachstum und neue Möglichkeiten symbolisieren.“