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Stachelloser Bienenhonig: Besser für den Blutzuckerspiegel? Studie der University of Queensland erklärt warum

Honig genießt seit Tausenden von Jahren den Ruf als funktionelles Lebensmittel mit therapeutischen Vorteilen. Aktuelle Forschung unterstreicht weiterhin die positiven Effekte dieses süßen Superfoods.

Eine neue Studie eines Teams der University of Queensland in Australien zeigt: Honig von stachellosen Bienen eignet sich besonders gut für den Blutzuckerhaushalt – besser als viele Sorten von Honigbienen.

Was ist Honig von stachellosen Bienen?

Stachelloser Bienenhonig wird von Bienenarten produziert, die nicht stechen können – obwohl einige Arten beißen. Weltweit gibt es über 500 Arten, die in tropischen und subtropischen Regionen leben.

Ihr Honig unterscheidet sich in Farbe, Geschmack und Konsistenz vom klassischen Honigbienen-Honig und wird in indigenen Kulturen traditionell therapeutisch genutzt. Frühere Studien wiesen antimikrobielle, antioxidative und entzündungshemmende Eigenschaften nach.

Viele Vorteile ähneln denen des Manuka-Honigs, doch sie sind nicht identisch. Manuka-Honig stammt von Blüten des Manuka-Strauchs. Wie Mary Fletcher betont: „Honig von stachellosen Bienen kostet nun rund 200 AUD pro Kilogramm – vergleichbar mit Manuka.“

Aufgrund des hohen Preises droht Fälschung. Die neue Analyse der Honigstruktur ermöglicht jedoch zuverlässige Tests und Qualitätsstandards.

Warum ist stachelloser Bienenhonig gut für den Blutzucker?

Die Studie testete Proben aus Australien, Malaysia und Brasilien: Der Hauptzucker ist Trehalulose statt Maltose. Trehalulose hat einen niedrigen glykämischen Index (GI) und kommt in wenigen natürlichen Lebensmitteln vor.

„Traditionell galt stachelloser Bienenhonig als diabetesfreundlich – nun wissen wir warum“, erklärt Mary Fletcher, Ph.D., außerordentliche Professorin für Chemie und molekulare Biowissenschaften sowie Leitautorin. „Ein niedriger GI sorgt für langsamen Zuckeranstieg im Blut – ohne Spitzen wie bei anderen Zuckern.“

Indigene Kulturen kannten diese Vorteile lange. Zusätzlich ist der Honig kariogen, also kariestot – er verursacht keine Karies.

Als seltene natürliche Trehalulose-Quelle bietet er eine Alternative zu synthetischen Methoden. „Patentierte Verfahren nutzen Enzyme und Bakterien, doch stachelloser Honig wirkt als Vollwertnahrung allein oder in Produkten gleichermaßen effektiv“, so Fletcher.

Fazit

Viele Honigsorten bieten gesundheitliche Vorteile, doch stachelloser Bienenhonig überzeugt durch seinen niedrigen GI und stabilisiert so das Blutzuckergleichgewicht natürlich.