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Süßkartoffeln schälen: Muss das sein?

Süßkartoffeln zu schälen ist in den meisten Fällen nicht nötig. Warum ungeschälte Süßkartoffeln sogar gesünder sind, erklären wir dir in diesem Ratgeber-Artikel.

Auch wenn der Name anders vermuten lässt, sind Süßkartoffeln nicht mit den gewöhnlichen Kartoffeln verwandt: Sie schmecken anders, sehen anders aus, gehören zu einer anderen Pflanzenfamilie und können praktisch immer mit Schale gegessen werden – anders als die normalen Kartoffeln, bei denen Giftstoffe wie Glykoalkaloide in der Schale stecken können.

Indem du darauf verzichtest, deine Süßkartoffeln zu schälen, sparst du nicht nur Zeit und vermeidest Lebensmittelabfälle. Du tust obendrein deiner Gesundheit etwas Gutes. Wir verraten dir, wieso ungeschälte Süßkartoffeln gesünder sind.

Süßkartoffel: Ohne Schälen noch gesünder

Die Süßkartoffel steckt voller wertvoller Nährwerte: Die Wurzeln sind reich an Ballaststoffen, Mineralstoffen wie Kalium und Magnesium, Vitamin A und Vitamin C und sind zudem eine gute pflanzliche Eiweißquelle. Gesund sind Süßkartoffeln daher in jedem Fall – mit Schale sogar ganz besonders!

Aus folgenden Gründen solltest du daher darauf verzichten, Süßkartoffeln zu schälen:

  • In und direkt unter der Schale stecken viele wichtige Nährstoffe der gesunden Wurzel. So ist die Schale zum Beispiel besonders reich an Ballaststoffen und Vitaminen.
  • Außerdem enthalten die Schalen der Süßkartoffel auch Phenolsäure, einen sekundären Pflanzenstoff Phenolsäure wirkt antioxidativ und schützt somit vor freien Radikalen.
  • Einer Studie von 2016 zufolge enthält die Schale sogar Stoffe, die Krebs vorbeugen können.
  • Vor allem wenn du Süßkartoffeln kochst, schützt die Schale zudem die Nährstoffe im Inneren der Wurzel.
  • Insbesondere bei Süßkartoffel-Pommes oder -Wedges aus dem Backofen bildet die Schale eine Kruste, die nicht nur hübsch aussieht, sondern auch lecker schmeckt.
  • Auch beim Süßkartoffel grillen kannst du die Schale dran lassen.
  • Aufs Schälen zu verzichten, spart dir einen weiteren Arbeitsschritt und somit Zeit.
  • Außerdem ist es auch nachhaltiger, Süßkartoffeln nicht zu schälen: Indem du die ganze Wurzel verwertest, vermeidest du unnötige Abfälle.

Süßkartoffeln nicht schälen: Das solltest du beachten

Wenn du Süßkartoffeln mit Schale verzehren möchtest, solltest du dabei lediglich folgende Punkte beachten:

  • Kaufe möglichst immer Süßkartoffeln in Bio-Qualität. Das ist nicht nur gut für die Umwelt, sondern garantiert dir auch gesundes Gemüse ohne Pestizidrückstände. Pestizide können sich sonst womöglich auch auf der Schale ablagern.
  • Wasche die Wurzeln gründlich, bevor du sie verarbeitest: Putze sie dazu am besten mit einer Gemüsebürste unter Wasser. Für eine besonders gründliche Reinigung kannst du auch Natronwasser verwenden. Dazu gibst du je ein Gramm Natronpulver auf 250 Milliliter Wasser und verrührst die Mischung gut.
  • Schneide an beiden Enden der Süßkartoffeln etwa einen halben Zentimeter ab. Die Enden schmecken oft bitter.
  • Sollte die Süßkartoffel bereits Triebe ausgebildet haben, solltest du diese vor dem Verzehr wegschneiden.

Süßkartoffeln schälen: So geht’s am besten

Je nach Geschmack kann es manchmal trotzdem sinnvoll sein, die Süßkartoffeln zu schälen – etwa wenn du sie zu Brei ganz ohne Stückchen verarbeiten möchtest. In diesem Fall hast du zwei Möglichkeiten:

  1. Entweder schälst du das Wurzelgemüse ganz klassisch mit einem Sparschäler (z. B. von **Avocadostore), wie du es auch bei anderem Gemüse tun würdest. Natürlich kannst du auch ein scharfes Messer benutzen – dann solltest du aber besonders darauf achten, wirklich nur die Schale und nicht noch mehr von der gesunden Wurzel wegzuschneiden.
  2. Oder du kochst die Süßkartoffeln zuerst im Ganzen samt Schale und entfernst diese erst im Anschluss. Einmal gekocht, lassen sich Süßkartoffeln nämlich besonders leicht schälen. Meistens kannst du die Schale dann einfach abziehen. Ein weiterer Vorteil der Methode: Beim Kochen schützt die Schale die Nährstoffe.

So oder so: Wirf die Schale nicht weg. Du kannst sie noch in Gemüsebrühe oder Suppen weiterverwerten. Alternativ kannst du sie auch an Tiere wie Pferde oder Hasen verfüttern, oder zumindest kompostieren.