Eines der faszinierendsten Himmelsphänomene ist die Sonnenfinsternis. Sie entsteht, wenn Sonne, Mond und Erde fast perfekt ausgerichtet sind und der Mondschatten einen Teil der Erdoberfläche verdunkelt, indem er das Sonnenlicht blockiert. Es gibt drei Typen: totale, partielle und ringförmige Sonnenfinsternisse. In alten Legenden galt das Verschwinden der Sonne als Werk zorniger Götter, die sie den Menschen vorenthielten oder fraßen. Am 26. Mai 2021 gab es eine totale Mondfinsternis, und genau 14 Tage später, am 10. Juni 2021, begeisterte eine ringförmige Sonnenfinsternis – der sogenannte "Feuerring" – Beobachter in Russland, Kanada und Grönland. In Indien war sie nicht vollständig sichtbar. Bei einer ringförmigen Finsternis steht der Mond in der apogäischen Phase seiner Bahn, erscheint kleiner und bedeckt die Sonne nicht ganz, sodass ein leuchtender Ring um den Mond sichtbar bleibt. Nach Indian Standard Time (IST) begann sie um 13:42 Uhr und endete um 18:41 Uhr.
Mit diesem kosmischen Ereignis verbinden viele Kulturen Ernährungsmythen und Aberglauben. Hier die gängigsten:
1. Schwangere sollten während einer Sonnenfinsternis keine Äpfel schneiden, da sonst das Baby keine Finger habe.
2. Wohltätigkeit in dieser Zeit soll 10 Lakh-mal wirksamer sein als sonst.
3. Küh füttern und nach dem Baden heilige Mantras rezitieren wird empfohlen.
4. Wunden aus Schnitten bluten länger und hinterlassen lebenslange Narben.
5. Ayurveda-Anhänger warnen, dass Bakterien in der Nahrung durch den Lichtmangel aktiver werden – daher fasten viele.
Wissenschaftlich gibt es keine Belege für diese Glaubenssätze. Sonnenfinsternisse beeinflussen weder Verhalten noch Gesundheit direkt, abgesehen vom Risiko für die Augen durch ungeschützten Blick. Historisch galten sie oft als Omen, doch in Ländern wie Italien pflanzt man Blumen währenddessen, da sie angeblich prächtiger blühen.