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Weniger Salz für ein starkes Immunsystem: Erkenntnisse aus der Forschung

Weniger Salz für ein starkes Immunsystem: Erkenntnisse aus der ForschungSalz ist das klassische Gewürz in Küchen weltweit. Es verleiht Speisen Geschmack und liefert essentielle Mineralien wie Natrium und Chlorid. Natrium unterstützt Nerven- und Muskelfunktionen sowie die Flüssigkeitsbalance, während Chlorid das Gleichgewicht innerhalb und außerhalb der Zellen reguliert. Beide tragen zur Aufrechterhaltung von Blutdruck und Volumen bei. Doch bei übermäßigem Verzehr birgt Salz Risiken: Es ist bekannt für Bluthochdruck, und neue Studien deuten auf eine Schwächung des Immunsystems hin.
Salzaufnahme und Immunität
Übermäßiger Salzkonsum stört die antibakterielle Wirkung von Immunzellen. Eine bahnbrechende Studie in Science Translational Medicine zeigt, dass hoher Salzgehalt das Immunsystem bei der Bekämpfung von Bakterien in Organen behindert. Forscher des Universitätsklinikums Bonn entdeckten in Laborexperimenten, dass eine salzreiche Ernährung Niereninfektionen mit Escherichia coli verschlimmert.

Die Studie Um die Effekte zu prüfen, infizierten Wissenschaftler Mäuse mit Listerien. Die Infektion verlief bei salzbelasteten Tieren schwerer. Dies ist die erste Studie, die nachweist, dass natriumreiche Ernährung Infektionen im Körper begünstigt. Sie schwächt Neutrophile – Schlüsselzellen gegen bakterielle Niereninfektionen. Die Nieren regulieren normalerweise den Salzspiegel, indem sie Überschüsse ausscheiden.

Tägliche Salzaufnahme
Die WHO empfiehlt Erwachsenen maximal 5 g Salz pro Tag (ca. ein Teelöffel). Für Kinder gilt ein niedrigerer Wert, abhängig vom Energiebedarf im Verhältnis zu Erwachsenen – ausgenommen Stillzeit (0–6 Monate) und Beikostphase (6–24 Monate).

Das Fazit
Halten Sie sich an die Empfehlungen, um Ihr Immunsystem zu schützen und gesund zu bleiben. Meiden Sie salzige Snacks und verarbeitete Produkte. Hoher Salzgehalt schadet der Gesundheit auf vielfältige Weise.