Als passionierter Gärtner und Koch mit jahrzehntelanger Erfahrung zählen Rezepte mit essbaren Rosen zu meinen absoluten Favoriten. Rosen sind eine der ältesten Blütenpflanzen der Welt und werden seit Ewigkeiten verehrt. Fossile Funde belegen ihre Existenz vor über 40 Millionen Jahren – länger als die Menschheit. Ursprünglich heimisch auf der Nordhalbkugel, wachsen sie heute weltweit, auch südlich des Äquators.
Die griechische Dichterin Sappho nannte sie vor über 2.500 Jahren treffend die „Königin der Blumen“. Daher sehe ich in essbaren Rosen die Königinnen unter den essbaren Blüten. Kultiviert wurden sie seit Jahrtausenden, doch den Römern schreibt man zu, sie kulinarisch populär gemacht zu haben – ergänzt um die traditionelle Nutzung der Hagebutten durch Bauern.
Auswahl essbarer Rosen nach Geschmack
Es existieren über 200 Rosenarten und 20.000 Hybriden. Die Aromen der Blütenblätter reichen von neutral über bitter-sauer bis süß, scharf, krautig, apfel- oder minzig. Wie wählt man die richtigen für die Küche aus?
Zuerst empfehle ich die weiße Strandrose Rosa rugosa alba – unschlagbar köstlich. Rosa rugosa folgt knapp dahinter. Viele alte Sorten begeistern: Damaszenerrosen (Rosa damascena) und Apothekerrose (Rosa gallica).
Bei Hybriden: Duftende priorisieren, da einige metallisch nachschmecken. Testen Sie immer vorab! In meiner Liste der besten Rosen für Hintergärten dominieren Hybrid-Tees. David-Austin-Englische Rosen habe ich alle als geschmacksintensiv erlebt.
Wie bei Kräutern schmecken Rosen meist so, wie sie duften. Duftlose hielt ich lange für fade – bis zur Flower Carpet® Red Rose. Ich testete sie Jahre vor der Markteinführung 1995: Robust im Garten, duftlos, doch eine Freundin entdeckte ihren rosigen Geschmack, indem sie probierte.
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Rezepte für essbare Rosen: Direkt aus dem Garten in die Küche
Ernten Sie Rosen frühmorgens für optimalen Geschmack. Zum Blütennachschub schneiden Sie in 45-Grad-Winkel zur untersten, außengerichteten Blattrichtung mit 5 oder 7 Fiedern. Stellen Sie die Stiele in zimmerwarmes Wasser.
Verwenden Sie nur Blütenblätter: Die weiße Basis bitter abschneiden. Vor der Zubereitung waschen und auf Küchenpapier trocknen lassen.
Akzeptieren Sie nie Rosen aus fremden Gärten ohne 100%ige Bio-Sicherheit. Selbst bei Bio-Mitteln warte ich Tage nach der Anwendung. Immer gründlich spülen!
Falls Rosenrezepte begeistern, schauen Sie in meine essbaren Frühlingsblumen mit Geschichte und Rezepten vorbei.
6 köstliche Rezepte mit essbaren Rosen
Rosenblätter verfeinern unzählige Gerichte mit ihrem delikaten Aroma. Die Auswahl fiel mir schwer – so viele Favoriten! Hier meine Top 6.
Rosenbutter
Ein einfaches Highlight: Perfekt auf Brot oder Toast.
Zutaten
½ Tasse Rosenblätter
½ Pfund süße (ungesalzene) Butter
Blätter fein hacken, mit weicher Butter mischen. Abgedeckt bei Raumtemperatur mehrere Stunden ziehen lassen, dann über Nacht kühlen.
Lagerung: 2 Wochen im Kühlschrank oder 6 Monate einfrieren. Zu 2,5 cm Rollen formen, in Backpapier wickeln, vakuumieren.
Tipps: Für Teesandwiches, Kekse, Kuchen oder als Finish für Fisch/Geflügel. Anpassbar an andere Blüten.
Rosenwodka
Ein Muss für Cocktail-Liebhaber – simpel und aromatisch.
Zutaten
2 Tassen hochwertiger Wodka
¼ bis ½ Tasse Rosenblätter
Blätter infundieren, 4+ Tage bei Raumtemperatur ziehen. Abseihen (rote Blätter färben intensiv). Gefrierschrank-tauglich, garniert servieren.
Pur oder in Cocktails wie Martini/Collins.
Rosenblüten-Fusionchips
Leichte, herzhafte Chips mit Rosennoten – ideal zu Gemüse.
Zutaten
1 TL Sesamöl
1 Tasse Rapsöl (geteilt)
Reispapier (7" rund)
Kaltwasser-Schale
Gehackte Rosenblätter (rot für Farbe)
Schwarzer/weißer Sesam
Korianderblätter
Ofen auf 350°F (175°C) vorheizen. Öle mischen. Reispapier 15 Sek. wässern, ölen, belegen, stacken. In Pfanne braten (2 Min./Seite), schneiden, 5 Min. backen. Abkühlen, luftdicht lagern (5 Tage).
Perfekt zu Julienned-Gemüse mit Ingwer-Rosen-Vinaigrette.
Julienned-Gemüse mit Ingwer-Rosen-Vinaigrette
Perfekte Kombi: Frisches Gemüse trifft Rosenaroma.
Zutaten
½ Tasse gelber Sommerkürbis, julienne
½ Tasse Zucchini, julienne
1 rote Paprika, julienne
1 gelbe Paprika, julienne
½ Tasse Karotten, julienne
½ Tasse Grünkohl, julienne
1 rote Zwiebel (in Reisessig mariniert)
½ Tasse Rotkohl, julienne
½ Tasse Zuckererbsen
Rosenblätter
Mischen, mit Vinaigrette (siehe unten) und Rosenblättern marinieren. Garnieren. Für 6-8 Personen.
Ingwer-Rosen-Vinaigrette
Das perfekte Trio-Finale.
Zutaten
2 EL Sesamöl
1 Tasse Erdnussöl
2 TL Chilipaste
1 EL Apfelessig
1 EL Reisessig
2 EL Zucker
1 EL Zitronensaft
1 EL geriebener Ingwer
2 Eigelb
⅓ Tasse Rosenblätter
2 EL schwarzer Sesam
2 EL gerösteter weißer Sesam
Verquirlen, abschmecken. 2 Tassen.
Karottensalat mit Rosenblättern
Erfrischende Variante meines Krautsalats.
Zutaten
4 große Karotten, gerieben
1 kleine Zucchini, gerieben (optional)
½ Tasse Rosinen
¼ Tasse Mayonnaise
1 TL Selleriesamen
1 EL Balsamico-/Kräuteressig
½–1 Tasse Rosenblätter
Mischen (ohne Rosen), kühlen. Auf Rosen- und Salatbett servieren. Als Wrap genießen. Für 4 als Beilage, 8 als Vorspeise.
Warnung: Nur Bio-Rosen aus eigenem Garten essen! Keine Floristenware. Bei Neupflanzung: 1 Jahr warten. Lesen Sie die 10 Gebote essbarer Blumen.
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Alle Fotos © Cathy Wilkinson Barash. Red Rose Bush: Adobe Stock. Home Garden and Homestead erhält Provisionen von Links (ohne Aufpreis für Sie). Danke für die Unterstützung!