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Honig bei Histaminintoleranz: Histaminarm, sicher und vielseitig einsetzbar

Bei Histaminintoleranz ist Honig eine ausgezeichnete Wahl. Als erfahrene Ernährungsexperten erklären wir, warum Honig in eine histaminarme Ernährung passt und welche veganen Alternativen empfehlenswert sind.

Bei einer Histaminintoleranz muss die Ernährung sorgfältig ausgewählt werden, um Symptome wie allergieähnliche Reaktionen zu vermeiden.

Histamin ist ein natürlicher Botenstoff im Körper, der verschiedene Prozesse reguliert. Es wird endogen produziert, aber auch über die Nahrung aufgenommen. Normalerweise baut das Enzym Diaminoxidase (DAO) im Darm das zugeführte Histamin ab. Bei einer Intoleranz ist dieser Abbau gestört, Histamin reichert sich an und kann Beschwerden auslösen.

Histaminintolerante profitieren daher von histaminarmen Lebensmitteln. Ist Honig darunter?

Honig enthält wenig Histamin

Laut den Vereinen für unabhängige Gesundheitsberatung (UGB) kommt Histamin in Lebensmitteln auf zwei Wegen vor:

  1. Einige Nahrungsmittel wie Tomaten oder Spinat enthalten es natürlicherweise.
  2. In anderen entsteht Histamin durch Bakterien, die die Aminosäure Histidin abbauen. Diese Proteine sind in proteinreichen Produkten reichlich vorhanden. Ähnlich bei fermentierten Lebensmitteln wie Weißbier, Sauerkraut oder gereiftem Käse.

Deshalb empfehlen wir: Vermeiden Sie histaminreiche Lebensmittel und priorisieren Sie solche mit niedrigem Proteingehalt, da dort weniger Histidin für Bakterien verfügbar ist.

Honig ist hier ideal – mit nur 0,3 Gramm Eiweiß pro 100 Gramm fehlt Bakterien die Basis für Histaminbildung. Zudem wirkt Honig antibakteriell und reduziert Risiken weiter. Integrieren Sie ihn bedenkenlos in Ihre histaminarme Ernährung.

Alternativen zum Honig

Deutschland deckt seinen Honigbedarf größtenteils durch Importe aus dem Globalen Süden. Lange Transportwege, Umweltbelastungen und oft schlechte Produktionsbedingungen machen importierten Honig problematisch. Mehr Infos: Honig: 15 Top-Fakten – Gesund oder ungesund? Kalorien? Vegan? Bio?

Achten Sie beim Kauf auf folgendes oder greifen Sie zu veganen Alternativen:

  • Fairtrade- und Bio-Siegel gewährleisten faire Bedingungen, Verzicht auf chemisch-synthetische Pestizide und minimale Rückstände. Lokaler Honig von Imker:innen unterstützt heimische Bienen und Produzent:innen. Details: Honig – vom Imker nebenan, bio oder Fairtrade – ein Vergleich
  • Honig ist nicht vegan. Vegane, histaminarme Optionen sind Zuckerersatz-Produkte wie Agavendicksaft, Ahornsirup, Reissirup oder Dinkelsirup.