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Eier abschrecken: Sinnvoll oder Mythos? Experten wie Stiftung Warentest geben Auskunft

Eier abschrecken oder nicht? Als erfahrener Küchenprofi mit jahrelanger Praxis und fundierten Tests von Stiftung Warentest weiß ich: Es hängt vom Ziel ab. Hier die Fakten, wann Abschrecken hilft und wann Sie darauf verzichten sollten.

Lassen sich abgeschreckte Eier besser schälen?

Der beliebte Haushaltstipp, dass abgeschreckte Eier leichter pellen lassen, ist laut Stiftung Warentest ein Mythos. Tauchen Sie das heiße Ei nach dem Kochen in kaltes Wasser oder gießen Sie es ab – der Schälvorgang verbessert sich dadurch nicht.

Entscheidend ist vielmehr das Alter des Eis. Frische Eier haften durch Proteine in der Innenhaut fest am Eiweiß und der Schale – sie sind schwer zu schälen. Mit der Zeit steigt der pH-Wert im Eiweiß, die Haut wird elastischer, und ältere Eier pellen sich mühelos.

Fazit: Das Ei-Alter bestimmt den Schälspaß. Eier abschrecken ist überflüssig, um sie besser pellen zu können.

Eier abschrecken: Wann bringt es wirklich was?

Trotzdem gibt es gute Gründe für den Kälteschock:

  1. Bei weichen oder wachsweichen Frühstückseiern stoppt kaltes Wasser den Garprozess präzise. Ohne Abschrecken garen sie unter der heißen Schale weiter nach.
  2. Bei hartgekochten Ostereiern verhindert es die unschöne grau-braune Verfärbung am Eigelbrand.

Ist Eier abschrecken gefährlich?

Die Bayerische Verbraucherzentrale warnt laut FOCUS Online: Der Kälteschock kann winzige Risse in der Eierschale verursachen, durch die Mikroben eindringen. So werden die Eier kürzer haltbar.

  • Für längere Lagerung im Kühlschrank: Besser nicht abschrecken, um Keimrisiken durch brüchige Schalen zu vermeiden.
  • Sogar unbeschädigte gekochte Eier nicht länger als vier Wochen lagern.
  • Ein frisch abgeschrecktes Frühstücksei zum sofortigen Verzehr? Kein Problem. Fürs Schälen: Greifen Sie zu etwas älteren Eiern aus dem Kühlschrank.