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Gesund kochen: Experten-Tipps für nährstoffreiche Mahlzeiten nach DGE-Richtlinien

Viele möchten gesünder kochen, doch was macht eine Mahlzeit wirklich nährstoffreich? Als Ernährungsexperten klären wir basierend auf dem aktuellen Forschungsstand der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE), wie Sie optimale Zutaten wählen und zubereiten.

Mit unzähligen Ratgebern verliert man schnell den Überblick. Jeder Körper hat individuelle Bedürfnisse, und nicht alle Effekte von Lebensmitteln sind vollständig erforscht. Dennoch gibt es bewährte Grundsätze für gesundes Kochen:

  1. Nährstoffreiche, schadstoffarme Zutaten.
  2. Zubereitungsarten, die Vitamine und Mineralstoffe maximal erhalten.

Mehr Details in den folgenden Abschnitten.

Makronährstoffe im ausgewogenen Verhältnis für gesundes Kochen

Jede Mahlzeit versorgt den Körper mit Energie durch Makronährstoffe: Kohlenhydrate, Proteine und Fette. Die DGE empfiehlt mindestens 50 % Kalorien aus Kohlenhydraten, 15 % aus Proteinen und 30–35 % aus Fetten. Diese Empfehlung wird jedoch diskutiert – bei Übergewicht eignen sich oft weniger Kohlenhydrate und mehr Proteine sowie gesunde Fette besser.

Entscheidend ist die Qualität: Wählen Sie hochwertige Quellen für langfristige Vitalität.

Die richtigen Kohlenhydrate für gesundes Kochen

Kohlenhydrate gliedern sich in kurz- und langkettige:

  • Kurzkettige wie Fructose, Glucose, Laktose oder Haushaltszucker finden sich natürlich in Obst und Milchprodukten, aber auch in Süßigkeiten, Backwaren und Fertigprodukten.
  • Langkettige umfassen Stärke (z. B. aus Getreide, Hülsenfrüchten, Kartoffeln) und Ballaststoffe.

Ideal sind Lebensmittel mit vielen langkettigen Kohlenhydraten: Sie sättigen länger, da der Körper Zeit braucht, um Energie daraus zu gewinnen. Ballaststoffe fördern die Verdauung und pflegen die Darmflora.

Top-Quellen:

  • Vollkorngetreide
  • Hülsenfrüchte
  • Stärkehaltiges Gemüse wie Kartoffeln

Ballaststoffreich:

  • Obst und Gemüse
  • Nüsse
  • Produkte aus Weißmehl fehlen hier fast vollständig.

Proteine optimal einsetzen beim gesunden Kochen

Proteine liefern nicht nur Energie, sondern bauen Zellen und Hormone auf. Die DGE betont: Proteinreiche Mahlzeiten sättigen länger. Wichtig: Vielfalt für alle Aminosäuren, insbesondere die neun essentiellen, die der Körper nicht selbst produziert.

Kombinieren Sie pflanzliche und tierische Quellen – tierische sind am besten bioverfügbar, pflanzliche decken durch Kombinationen (z. B. Vollkorn + Hülsenfrüchte) vegan den Bedarf.

  • Pflanzlich: Vollkorngetreide, Hülsenfrüchte, Gemüse, Pilze, Nüsse, Samen
  • Tierisch: Quark, Fleisch, Fisch, Käse, Eier

Klimafreundlich priorisieren Sie pflanzliche Proteine und bei tierischen artgerechte Bio-Qualität.

Gesunde Fette für geschmackvolle, nährstoffreiche Gerichte

Fette verleihen Geschmack, speichern Energie und bilden Zellmembranen. Qualität zählt: Gesättigte Fettsäuren (in tierischen Produkten, Palm- und Kokosöl) auf max. 10 % beschränken, da sie den Cholesterinspiegel beeinflussen können.

  • Ungesättigte Fettsäuren: Einfach (z. B. Olivenöl mit Ölsäure) und mehrfach ungesättigt, insbesondere Omega-3 (Leinsamen, Walnüsse, Rapsöl). DGE-Rat: 1–2 Mal wöchentlich fetten Seefisch wie Lachs oder Hering aus nachhaltigem Fang für EPA/DHA. Tipp: Fisch essen: Das solltest du unbedingt beachten – Utopia.de. Olivenöl ist ebenfalls top.

Rauchpunkt beachten: Erhitzen Sie Öle nie darüber – es entstehen Schadstoffe. Mehrfach ungesättigte wie Leinöl kalt verwenden. Vermeiden Sie raffinierte Öle mit Transfetten; wählen Sie natives Olivenöl (ca. 180 °C) oder High-Oleic-Sonnenblumenöl (ca. 210 °C).

Mikronährstoffe: Vitamine, Mineralstoffe und mehr

Neben Makros brauchen Sie Mikronährstoffe wie Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und sekundäre Pflanzenstoffe. Eine ausgewogene Ernährung mit mindestens drei Portionen Gemüse und zwei Portionen Obst täglich (DGE) deckt den Bedarf.

Frische, regionale und saisonale Produkte wählen – Vitamin C zerfällt schnell. Nutzen Sie den Utopia-Saisonkalender.

Smart kombinieren: Eisen + Vitamin C; fettlösliche Vitamine A, D, E, K mit Fett (Möhren + Öl für Beta-Carotin).

Nährstoffe beim Kochen erhalten

Roh essen: Hitze- und lichtempfindliche Stoffe wie Vitamin C in Paprika bleiben erhalten. Mehr: Ernährung: Diese Gemüsesorten sollte man lieber roh essen. Alternativ dämpfen oder dampfgaren.

Gekocht: Lycopin in Tomaten wird zugänglich. Details: Diese Gemüsesorten sind gekocht gesünder als roh.

Probiotika: Fermentiert wie Sauerkraut, Miso, Kefir, Joghurt fördern die Darmflora.

Schadstoffe vermeiden: Stärkehaltiges nicht lange backen/frittieren (Acrylamid) oder Holzkohlegrillen (PAK).

Zutaten zum Meiden für echtes gesundes Kochen

Frische, unverarbeitete Zutaten priorisieren. Fertiggerichte meiden: Zu viel Salz, Zucker, Transfette, Zusatzstoffe – wenig Ballaststoffe/Mikros.

  • Salz: Max. 5 g/Tag (WHO)
  • Zucker: Risiko für Übergewicht/Diabetes (DGE)
  • Gehärtete/raffinierte Fette: Transfette/Schadstoffe
  • Weißmehl/Reis: Weniger sättigend/nährstoffarm
  • Pestizide: Bio wählen