Kurkuma-Wasser wird oft als natürliches Heilmittel gegen verschiedene Beschwerden gelobt. Als Ernährungsexperten klären wir, wogegen es wirklich hilft, und zeigen Ihnen die korrekte Zubereitung.
Das gelbe Kurkumapulver ist längst mehr als nur ein Gewürz. Dieses indische Gewürz wird zunehmend für seine potenziellen medizinischen Eigenschaften geschätzt.
Aber welche heilenden Effekte hat Kurkuma-Wasser wirklich, und wie dosieren Sie es richtig?
Kurkuma-Wasser zubereiten: So gelingt es
In der ayurvedischen Medizin wird Kurkuma-Wasser eingesetzt, um Entzündungen zu bekämpfen. Das warme Wasser extrahiert die Wirkstoffe der Wurzel optimal, damit der Körper sie effizient aufnehmen kann.
Achtung: Öko-Test ergab im Juli 2022, dass 18 von 21 Produkten hohe Schadstoffbelastungen aufwiesen – auch viele Bio-Produkte scheiterten. Nur Dennree Kurkuma gemahlen Naturland (1,99 Euro je 50 Gramm) erhielt "sehr gut". Details: Mineralöl, Krebsgift & Pestizide: Kurkuma enttäuscht bei Öko-Test.
So bereiten Sie Kurkuma-Wasser zu:
- Füllen Sie etwa vier Tassen lauwarmes Wasser in eine Karaffe.
- Geben Sie einen Teelöffel Kurkuma hinzu und rühren Sie, bis sich das Pulver vollständig aufgelöst hat.
- Da Curcumin fettlöslich ist, fügen Sie ein paar Tropfen Speiseöls Ihrer Wahl hinzu.
- Für besseren Geschmack: Ergänzen Sie Zitronensaft für extra Vitamin C oder einen Teelöffel Honig, falls es zu sauer ist.
Tipp: In einem weiteren Artikel erfahren Sie, wie Sie mit Kurkuma eine wohlschmeckende goldene Milch zubereiten.
Kurkuma-Wasser: Ist Curcumin ein Wundermittel?
Die leuchtend gelbe Farbe stammt vom natürlichen Farbstoff Curcumin in der Kurkumawurzel. Die Lebensmittelindustrie nutzt es als E100, etwa zum Färben von Senf. In der ayurvedischen Ernährung und Medizin ist es hoch geschätzt.
Die gesundheitlichen Vorteile von Kurkuma-Wasser und Curcumin werden intensiv erforscht:
- In Indien gilt Kurkuma als krebshemmend. Professor Jan Frank und Team von der Universität Hohenheim untersuchen dies in Laborstudien.
- Bei degenerativen Erkrankungen wie Alzheimer könnte es helfen: Studien der Universität Frankfurt deuten darauf hin, dass Curcumin die Mitochondrien-Funktion in Nervenzellen unterstützt und vorbeugend wirkt.
Trotzdem ist Kurkuma-Wasser kein Allheilmittel gegen Krebs oder Alzheimer. Professor Frank betont: Der Körper nimmt nur geringe Mengen Curcumin auf. Weitere Studien sind nötig.
Mit Kurkuma-Wasser die Verdauung fördern
Bei aufkommender Erkältung oder Magen-Darm-Problemen kann Kurkuma-Wasser unterstützen. Eine Studie der Universität Saarbrücken bestätigt: Curcumin wirkt entzündungshemmend ähnlich wie medizinisches Cortison.
Das entzündungshemmende Curcumin eignet sich besonders bei Verdauungsstörungen. Es regt die Gallenproduktion an, verbessert die Fettverdauung und lindert Blähungen sowie Völlegefühl nach deftigen Mahlzeiten. So fördern Sie mit kleinen Mengen Ihre Verdauung.