DeuAq.com >> Leben >  >> Lebensmittel

Weinsäure (E 334): Einsatz in Lebensmitteln, Herstellung und Sicherheitsbewertung

Die Weinsäure, auch als E 334 bekannt, ist ein weit verbreiteter Lebensmittelzusatzstoff, der natürlicherweise vor allem in Weintrauben vorkommt. Als erfahrene Ernährungsexperten erklären wir ihre vielfältigen Anwendungen, Herstellungsweise und Sicherheitsaspekte.

Weinsäure zeichnet sich durch folgende Eigenschaften aus:

  • sauren Geschmack
  • konservierende Wirkung

Sie wird industriell aus Weinstein gewonnen, der bei der Lagerung von Wein oder Traubensaft entsteht. Weinstein wird zunächst in Calciumtartrat umgewandelt, dem Calciumsalz der Weinsäure. Durch Zugabe von Schwefelsäure entsteht daraus reine Weinsäure, wobei Gips als Nebenprodukt anfällt.

Weinsäure (E 334) in Lebensmitteln

Als Säuerungs- und Konservierungsmittel findet Weinsäure gemäß der Zusatzstoff-Zulassungsverordnung in einer Vielzahl von Produkten Verwendung:

  • Schokolade
  • Marmelade, Konfitüre, Gelees
  • Konserven, z. B. von Obst und Gemüse
  • frische und trockene Teigwaren (z. B. Brot)
  • Kekse und Zwieback
  • Honig
  • Öl und Fette
  • Butter
  • Milch und Sahne
  • Buttermilch
  • Mineralwasser und Quellwasser
  • Kaffee
  • Zucker

Zudem ist sie in Form von Weinstein in Backpulver ein häufiger Bestandteil.

Weitere Anwendungsbereiche von Weinsäure (E 334)

In der Textilindustrie verbessert Weinsäure die Griffigkeit, den Glanz und die Haltbarkeit von Seide.

Im Bauwesen verzögert sie das Aushärten von Materialien wie Gips oder Zement, was den Verarbeitungsprozess erleichtert.

Bei Metallen dient E 334 der Rostentfernung und der Oberflächenbehandlung von Aluminium.

Im Kosmetikbereich wirkt sie hautglättend und -festigend, etwa in Fruchtsäurepeelings.

Ist Weinsäure (E 334) gefährlich?

Für die Gesundheit gilt Weinsäure als unbedenklich. In reiner Form ist sie laut Sicherheitsdatenblatt ätzend und kann schwere Augenschäden verursachen – spülen Sie im Kontaktfall die Augen gründlich mit Wasser. Für Verbraucher ist dies jedoch unwahrscheinlich.

Apps wie Codecheck stuft sie als unbedenklich ein. Sie ist für Bio-Lebensmittel zugelassen, biologisch abbaubar und weist einen ADI-Wert von 30 mg pro kg Körpergewicht auf. Reines Pulver ist in Apotheken und Drogerien erhältlich.