Jetzt ist die ideale Zeit, um das Beste aus den verbleibenden frischen Sommerprodukten herauszuholen, rät Kochredakteurin Sue MacMahon mit jahrelanger Erfahrung in der Küche.

Jeder, der meinen Garten kennt, weiß: Gärtnern ist nicht meine Stärke. Ich habe ihn bewusst pflegeleicht gestaltet – mit robusten Rosen und Lavendel, die kaum Arbeit machen, und ohne essbare Pflanzen. Glücklicherweise versorgt mich eine Freundin regelmäßig mit Überschüssen aus ihrem Kleingarten. Sie meldete kürzlich, dass Bohnen und Zucchini nun spärlich werden. Gestern brachte sie jedoch wundervolle gestreifte Buschbohnen mit, die wir dieses Jahr lieben gelernt haben. Gekocht werden sie leuchtend grün wie normale Bohnen, bieten aber eine zartere Textur und intensiveren Geschmack.

Vor dem Kochen sehen diese Bohnen atemberaubend aus – eine bunte Mischung aus grünen, schwarzen und gestreiften Varianten:
Und so präsentieren sie sich gegart: Die Unterschiede verschwinden optisch, doch im Mund entfalten sie ihren individuellen Charakter.

Zusätzlich schenkte sie mir frische Borlotti-Bohnen. Bisher kannte ich sie nur aus der Dose, etwa in unserem beliebten Bohnensalat. Frisch sind sie kinderleicht zuzubereiten: Schälen, 15 Minuten in kochendem Wasser garen – bis sie weich sind. Schade nur, dass sie ihr malerisches Fleckenmuster nach dem Garen verlieren. So sahen sie roh aus:

Und hier gegart:

Die grünen und weißen Bohnen unterschieden sich nun klar, ohne rote Akzente. Ich mixte sie zu einem einfachen, proteinreichen Salat: Mit Olivenöl, Weißweinessig, gehackter roter Zwiebel und frischer Minze. Perfekt als Beilage zu gegrillten Lammkoteletts!
Nächster Abend: Zeit für kreative Ideen mit der chinesischen Haiflossenmelone.