Jedes Jahr liefert die Environmental Working Group (EWG) mit ihrer Dirty Dozen- und Clean Fifteen-Liste eine fundierte Momentaufnahme zum Pestizideinsatz in US-Lebensmitteln. Als erfahrene Ernährungsexperten empfehlen wir diese Listen für bewusste Einkäufe.
Die EWG analysiert USDA-Daten zu Rückständen in konventionellem Obst und Gemüse aus dem Einzelhandel. Daraus entsteht eine praxisnahe Rangliste der Produkte mit den höchsten und niedrigsten Pestizidbelastungen. Obwohl USDA-Tests variieren, bieten die Ergebnisse zuverlässige Orientierung – rund 70 % der US-Produkte sind betroffen.
"Einige Proben wiesen über 50 verschiedene Pestizide auf", erklärt Olga Naidenko, Ph.D., Senior Science Advisor der EWG. Insgesamt wurden 225 Pestizide nachgewiesen – nach 15–20 Sekunden Waschen mit kaltem Wasser und ggf. Schälen.
Hier die Top- und Floplisten 2019 (Vergleich zur aktuellen Version hier).
Clean Fifteen 2019 der EWG
- Avocados
- Zuckermais
- Ananas
- Gefrorene Zuckererbsen
- Zwiebeln
- Papayas
- Auberginen
- Spargel
- Kiwis
- Kohl
- Blumenkohl
- Kantalupen
- Brokkoli
- Pilze
- Honigmelonen
Avocados führen erneut an: Weniger als 1 % der konventionellen Früchte zeigten Pestizidrückstände – dank der schützenden Schale. Bei Produkten mit ungenießbarer Hülle sparen Sie sicher bio.
Dirty Dozen 2019 der EWG
- Erdbeeren
- Spinat
- Grünkohl
- Nektarinen
- Äpfel
- Trauben
- Pfirsiche
- Kirschen
- Birnen
- Tomaten
- Sellerie
- Kartoffeln
Erdbeeren toppt die Liste: Häufige Spritzungen auf Farm und im Transport. Äpfel bergen Diphenylamin (80 % betroffen), das in der EU aus Gesundheitsgründen verboten ist.