Wir alle haben in den letzten Wochen zum Vorratspfannen-Kochen gegriffen. Marc Forgione ist jedoch ein echter Profi darin. Der Iron Chef betreibt sein gleichnamiges Restaurant in New York City und erhielt 2010, 2011 und 2012 Michelin-Sterne – als jüngster US-Koch drei Jahre in Folge. Ausgebildet in Frankreich nach der Arbeit in den Restaurants seines Vaters, wurde er in Publikationen wie Esquire ausgezeichnet.
Doch auch Forgione kocht derzeit mit dem, was er zu Hause hat. Wegen der COVID-19-Pandemie, die sein Restaurant schloss und zu weltweiten Abstandsregeln führte, findet er weiterhin Freude am kreativen Kochen aus Speisekammer und Kühlschrank.
„Ich hatte richtig Spaß daran, herauszufinden, was alles drin war“, erzählte er mindbodygreen. „Wie jeder andere greift man zu ein paar Zutaten – und als Koch wird man kreativ.“
Zu Ostern, wenn Familien normalerweise feiern (auch Forgione), waren wir gespannt, wie ein Topkoch mit limitierten Vorräten ein festliches Menü zaubert.
„Wir machen einen Osterschinken“, sagte Forgione. „Ich bin einfach in die Speisekammer gegangen und habe Whisky gefunden; dazu braunen Zucker, der hart wie ein Ziegel war, wie bei vielen. Damit habe ich einen glasierten Schinken gezaubert, den ich auf Instagram geteilt habe.“
Für uns Nicht-Profis hat Forgione vier praktische Tipps, wie Sie Ihre Speisekammer optimal nutzen und mit dem Vorhandenen Großartiges kreieren:
1. Greifen Sie zu alten Kochbüchern.
„Entstauben Sie ein Kochbuch, das lange Staub angesetzt hat“, rät er. „Zutaten kann man immer ersetzen.“ Substitutionen wirken erstmal kompliziert, sind es aber nicht: „Rezepte verlangen oft gehackte Petersilie? Nehmen Sie getrockneten Oregano aus der Speisekammer – und los geht’s!“
2. Schauen Sie bei Lieblingsköchen in den Social Media.
Kein Kochbuch-Stapel? Social Media hilft jetzt. „In dieser neuen Normalität zeigen Köche auf Instagram wie ich, wie es geht“, erklärt Forgione. „Die besten Ideen kommen von Experten.“
3. Kein komplettes Menü nötig.
Vergessen Sie große Festtagsbuffets. Kochen Sie für die Anwesenden. „Vielleicht nur für zwei – machen Sie es klein“, sagt Forgione. „Statt riesiger Rampen- oder Karotten-Beilage reicht eine geröstete Karotte und eine Schale Frühlingsgemüse.“
4. Denken Sie an das Wesentliche.
„Feiern Sie mit Ihren Liebsten. Darum geht’s letztlich“, betont er. „Essen verbindet, aber es zählt, Zeit mit denen zu verbringen, die Sie haben. Nutzen Sie Zoom, decken Sie den Tisch – genießen Sie den Moment.“