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Was bedeutet 'Vollkorn' wirklich? Neue Studie enthüllt gängige Verwechslungen

Sie haben den Begriff auf Etiketten von Nudeln, Brot und Backwaren gesehen – doch was steckt hinter 'Vollkorn' und wie beeinflusst es den Nährwert?

Eine frische Studie der Friedman School of Nutrition Science and Policy an der Tufts University und der NYU School of Global Public Health, heute veröffentlicht, beleuchtet unsere unterschiedliche Interpretation von 'Vollkorn'-Angaben.

Die Ergebnisse zeigen: Viele Menschen sind von Begriffen wie 'Vollkorn' verwirrt und wählen trotz Nährwerttabelle oft nicht die gesündeste Option.

Wie Etiketten täuschen können

Die Forscher befragten über 1.000 repräsentative US-Erwachsene zu realen und hypothetischen Produkten. Teilnehmer sollten anhand von Fotos mit Etiketten, Nährwertangaben und Zutatenlisten die gesündere Variante oder die mit höherem Vollkornanteil bestimmen.

Bei fiktiven Produkten irrten 31 % bei Cerealien und 47 % bei Brot. Bei echten Produkten überschätzten 43 bis 51 % den Vollkorngehalt – besonders bei Mehrkorncrackern (41 %), Honigweizenbrot (43 %) und 12-Korn-Brot (51 %).

"Unsere Ergebnisse belegen, dass viele Verbraucher den Vollkornanteil nicht korrekt einschätzen oder das gesündere Produkt wählen können", erklärt Erstautor Parker Wilde, Ph.D., Professor an der Friedman School. "Hersteller nutzen Tricks wie 'Mehrkorn'-Begriffe oder braune Färbung, die den tatsächlichen Vollkorngehalt nicht widerspiegeln."

Was 'Vollkorn' wirklich bedeutet

Angesichts solcher Irreführungen ist es kein Wunder, dass der Begriff unklar ist. Ernährungsexpertin Maggie Moon, M.S., R.D., präzisiert: "Vollkorn ist immer Vollkorn, aber 'Vollkorn' bedeutet nicht immer Vollkorn" – je spezifischer das Etikett, desto besser.

Vollkornprodukte bleiben weitgehend unverarbeitet: Das Korn enthält ganzen Kern mit Schale, Keim und Endosperm – reich an Ballaststoffen, Mineralien, Vitaminen und Pflanzenstoffen, wie Dr. Elizabeth Boham, M.D., M.S., R.D., und Spezialistin für funktionelle Medizin betont.

Sogar glutenfreie Varianten gibt es, und Vollkorn passt perfekt zu Diäten wie der Mittelmeerdiät, während Low-Carb-Ansätze wie Keto Getreide meiden.