Intermittierendes Fasten zählt zu den populärsten Methoden zur Gewichtsreduktion. Prominente schwören darauf, und Studien deuten auf Vorteile wie beschleunigten Fettabbau, verzögertes Altern und einen optimierten Stoffwechsel hin. Besonders der 5:2-Plan – fünf Tage normal essen, zwei Tage auf 500–600 Kalorien reduzieren – genießt Beliebtheit. Doch eine aktuelle Untersuchung stellt dies infrage: Das Fasten ist nicht überlegen zu herkömmlichen Abnehmempfehlungen.
Eine Studie des Queen Mary University of London mit 300 übergewichtigen Teilnehmern, publiziert in PLOS One, zeigt: Der 5:2-Plan bringt keine signifikanten Vorteile gegenüber simplen Ernährungsanpassungen. Lohnt es sich trotzdem? Zwei renommierte Ernährungsexperten geben Auskunft.
Bequemlichkeit vor übertriebenen Versprechen
Edwina Raj, leitende Ernährungsberaterin am Aster CMI Hospital in Bengaluru, sieht im Intervallfasten vor allem einen Trend. Es boomte in der Pandemie, um Gewichtszunahmen zu bekämpfen. Die Stärke liegt in der Einfachheit: Keine Verbote von Lebensmittelgruppen, nur zeitlich begrenzte Mahlzeiten. So entsteht leichter ein Kaloriendefizit – ohne Makro- oder Kalorienzählen.
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Wirklich schnellerer Gewichtsverlust?
Die PLOS One-Studie ist eine von vielen; Experten mahnen zur Vorsicht. Edwina Raj betont Langzeitvorteile wie bessere Insulinregulation, Darmgesundheit und Appetitkontrolle – Grundlagen für nachhaltigen Abnehm-Erfolg. Shweta Shah, Chef-Ernährungsberaterin bei Fitza, unterstreicht: Intervallfasten ist kein Quick-Fix, sondern ein Lebensstilwechsel, der Disziplin erfordert.
Probleme entstehen oft durch fehlende Regeln oder unkontrollierte Kalorien: Ohne ärztliche Begleitung drohen Rückschläge.
Passt es zu jedem? Mögliche Risiken
Viele profitieren, doch Nebenwirkungen wie Blähungen, Nährstoffmangel oder Kopfschmerzen lauern bei unsachgemäßer Umsetzung. Shweta Shah warnt: Bei Blähbauch oder Reflux nicht länger als 8–12 Stunden fasten. Edwina Raj sieht häufig Patienten mit Verdauungsstörungen durch ungesunde Essensfenster.
Kontraindikationen: Typ-1/2-Diabetes, Medikamenteneinnahme, BMI unter 19, Kinder, Schwangere oder Essstörungsanamnese. Immer ärztlich abklären!
So wechseln Sie sicher zur Normalernährung und halten das Gewicht
Richtige Umsetzung führt zum Erfolg. Experten raten: Langsam umstellen, Essfenster schrittweise erweitern. Im Fastenfenster nährstoffreich essen, trainieren und alle Nährstoffe priorisieren.
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