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Rosinen, Sultaninen und Korinthen: Unterschiede, Herstellung und smarte Kauftipps

Stehen Sie oft vor dem Regal mit Rosinen, Sultaninen oder Korinthen und überlegen, welche Sorte die richtige ist? Als Experten für Trockenfrüchte klären wir die wesentlichen Unterschiede auf – basierend auf jahrelanger Erfahrung in der Lebensmittelbranche.

Rosinen, Sultaninen und Korinthen: Alles eine Frage der Traubensorte

Rosinen und Sultaninen stammen aus derselben kernlosen, dünnhäutigen und süßen Sultana-Traube, unterscheiden sich jedoch in der Trocknungsmethode. Korinthen hingegen kommen von einer anderen, kleineren, violett-schwarzen Traubensorte. Die wichtigsten Unterschiede:

  • Sultaninen und Rosinen entstehen aus der weißen Sultana-Traube, hauptsächlich aus der Türkei.
  • Korinthen werden aus kleinen Trauben aus Griechenland hergestellt, vorzugsweise aus der Region um Korinth (griechisch „Korinthiaki“).

Heute werden diese Trauben auch in Australien, Südafrika und Kalifornien angebaut. Achten Sie beim Kauf auf die Herkunft, um lange Transportwege zu vermeiden und Nachhaltigkeit zu fördern.

Der Begriff „Rosine“ ist der gängige Oberbegriff für alle getrockneten Weintrauben, unabhängig von Sorte oder Trocknung – eine bewährte Definition in der Lebensmittelwissenschaft.

Der Unterschied zwischen Rosinen und Sultaninen: Die Trocknungsmethode

Aus der Sultana-Traube entstehen je nach Verfahren Rosinen oder Sultaninen:

  • Sultaninen werden vor dem Trocknen mit einer Lösung aus Pottasche und Olivenöl besprüht („gedippt“). Dies löst die Wachsschicht, macht die Beere wasserdurchlässig und verkürzt die Trocknungszeit auf 3–5 Tage. Vom ursprünglichen 95 % Wassergehalt bleibt eine helle, schrumpelige Frucht.
  • Rosinen trocknen 5–7 Tage in der Sonne und erhalten dadurch eine dunklere Farbe.

Der Trocknungsprozess ist bei allen einheitlich: Nach der Ernte hängen oder legen die Trauben auf Trocknungsflächen. Der Wassergehalt sinkt auf 15–18 %. Anschließend werden Stiele entfernt, kleine Beeren gesiebt, die Früchte gewaschen, erneut getrocknet und mit Sonnenblumenöl behandelt, um Kleben zu verhindern.

Sind Sultaninen und Co. gesund?

Sultaninen, Rosinen und Korinthen sind wertvolle Nährstofflieferanten, wenn sie maßvoll genossen werden. Sie enthalten B-Vitamine, Kalium und Eisen (Eisenaufnahme verbessert sich mit Vitamin C aus Paprika oder Zitrusfrüchten). Korinthen punkten zusätzlich mit Magnesium, Zink und Calcium.

Achtung: Mit etwa 50 % Fruchtzucker sind sie kalorienreich – ideal als gesunder Snack in Maßen.

Rosinen und Sultaninen: Geschwefelt oder ungeschwefelt?

Oft werden sie geschwefelt, um die Haltbarkeit zu verlängern. Ab 10 mg/kg Schwefeldioxid muss dies deklariert werden. Moderne Methoden setzen schwefelhaltige Verbindungen ein.

  • Geschwefelte Produkte können Übelkeit oder Kopfschmerzen auslösen und zerstören Vitamin B1.
  • Schwefeln wirkt antibakteriell, ist ökologisch aber unnötig.
  • Greifen Sie zu ungeschwefelten Bio-Optionen wie Bio-Sultaninen** oder Bio-Korinthen vom Demeterhof.

Tipp: Korinthen sind meist ungeschwefelt. Bei Rosinen und Sultaninen zeigt die dunklere Farbe oder die Deklaration den Zusatz.

Was beachten beim Kauf von Rosinen & Co.?

Europäische, ungeschwefelte Bio-Rosinen? Perfekt. Wählen Sie größere Vorratspackungen, um Plastik zu sparen – Trockenfrüchte halten bei niedrigem Wassergehalt lange.

Pro-Tipp: In Unverpackt-Läden füllen Sie die gewünschte Menge in Ihre eigene Box. Suchen Sie den nächsten Laden in Ihrer Nähe.

Mit Rosinen, Sultaninen und Korinthen kochen und backen

Getrocknete Weintrauben eignen sich ganzjährig: Probieren Sie Rosinenkuchen, zuckerfreie Rosinenbrötchen, selbstgemachte Bruchschokolade oder ein Apfel-Orangen-Rohkost-Törtchen für Ihr vegetarisches Weihnachtsmenü.

Sultaninen harmonieren in Namoura, dem libanesischen Grießkuchen.

Sie verfeinern deftige Gerichte wie Couscous-Salate, Linsen-Salat, Bulgur-Rezepte oder Spitzkohl-Gerichte. Herbere Rosinen und Korinthen passen zu Obstsalat oder Mujadarra.