Aus unserer langjährigen Erfahrung im Brotbacken wissen wir: Sauerteig lässt sich einfach trocknen und so über Monate oder Jahre aufbewahren. Entdecken Sie drei zuverlässige Methoden – Verkrümeln, Trocknen als Plättchen oder Pulver und Einfrieren.
Sauerteig setzen Sie einmal an und füttern ihn dann regelmäßig mit Mehl und Wasser, um ihn ewig haltbar zu halten. Die enthaltenen Mikroorganismen wie Milchsäurebakterien und Hefepilze sorgen während der Gärzeit für den typisch säuerlichen Geschmack. Backen Sie jedoch nicht wöchentlich oder möchten den Teig verschenken, ist Trocknen ideal. Die Haltbarkeit variiert je nach Methode von drei Monaten bis zu mehreren Jahren.
Beginnen Sie immer mit frischem Sauerteig. Eine detaillierte Anleitung zum Ansetzen finden Sie hier: Sauerteig ansetzen. Wir raten dringend zu Bio-Zutaten, um Rückstände chemisch-synthetischer Pestizide zu vermeiden und ökologische Landwirtschaft zu fördern.
1. Methode: Sauerteig verkrümeln und trocknen
Bei dieser einfachen Variante krümeln und trocknen Sie den Sauerteig:
- Füllen Sie den angesetzten Sauerteig in eine Schüssel.
- Fügen Sie portionsweise Mehl hinzu und rühren Sie grob um, bis der Teig leicht feucht ist und Krümel bildet.
- Reiben Sie den Teig zwischen den Handflächen, um feine Krümel zu erzeugen – mit dem gesamten Teig.
- Verteilen Sie die Krümel auf einem Backblech und lassen Sie sie mehrere Stunden an der Luft trocknen, um Schimmel zu verhindern.
Füllen Sie das "Krümelsauer" in ein locker verschließbares Schraubglas, einen Stoffbeutel oder bohren Sie ein kleines Loch für Nachgärung. Im Kühlschrank hält es etwa drei Monate.
Zur Reaktivierung: Geben Sie Wasser zu den Krümeln, bis ein Brei entsteht. Lassen Sie ihn 2–8 Stunden bei Zimmertemperatur gären – er ist dann wieder einsatzbereit.
2. Methode: Sauerteig als Plättchen oder Pulver trocknen
Diese Methode ergibt dünne Plättchen oder feines Pulver:
- Streichen Sie den Sauerteig dünn auf die Hälfte eines Backpapiers und falten Sie es zu. Bei mehr Teig nehmen Sie ein zweites Blatt.
- Trocknen Sie bei Zimmertemperatur 1–2 Tage, bis der Teig hell, rissig und brüchig ist – vollständig trocken, um Schimmel zu vermeiden.
- Der Teig ist bereit, wenn er bei Berührung zerbricht.
Tipp: Backpapier oft wiederverwendbar – lösen Sie den Teig vorsichtig ab. Alternativ: nachhaltige Backpapier-Alternative.
Brechen Sie Stücke ab und wählen Sie:
- Plättchen: In verschließbares Gefäß, Stofftüte oder Papiertüte geben.
- Pulver: Im Mörser oder Mühle zermahlen.
Getrocknet hält Sauerteig einige Jahre, im Kühlschrank oder dunkel bei Zimmertemperatur (z. B. Vorratsschrank).
Aktivierung: Gleiche Menge Wasser (1:1) hinzufügen. Bei Blasenbildung füttern Sie mit Mehl und Wasser. Dies dauert mehrere Stunden. Hinweis: Manche Mikroorganismen sterben beim Trocknen ab, sodass Neuansetzen nötig sein kann.
3. Methode: Sauerteig einfrieren
Füllen Sie den Sauerteig in gefriergeeignete Behälter oder Eiswürfelformen und frieren Sie ein.
Das Einfrieren unterbricht die Gärung, da Mikroorganismen teilweise absterben. Nach dem Auftauen 1–3 Tage mit etwas Mehl und Wasser bei Zimmertemperatur reaktivieren und dann füttern.
"Friersauer" hält bis zu ein Jahr.