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Salmiak in Süßigkeiten: Vorteile als Heilmittel und wichtige Risiken

Salmiak gilt seit Langem als bewährtes Naturheilmittel, das vor allem in Nordeuropa geschätzt wird. Bei übermäßigem Verzehr können jedoch Nebenwirkungen auftreten.

Wo findet sich Salmiak?

Salmiak ist der Mineralstoff Ammoniumchlorid. Weltweit sind nur 110 Fundorte dieses seltenen Minerals bekannt. Es tritt häufig in Vulkankratern auf, aber auch in deutschen Kohlebergwerken. In Deutschland ist Salmiak vor allem als Aromastoff in Salmiaklakritz und Salmiakpastillen geläufig.

Lakritzprodukte mit Salmiak werden umgangssprachlich als „Erwachsenenlakritz“ bezeichnet, da ihr intensiver Geschmack Kinder abschreckt. Salmiak kann in höheren Dosen zu einer Übersäuerung des Blutes führen. Bis zu acht Prozent Salmiakgehalt klassifiziert ein Produkt als Süßigkeit. Darüber hinaus gilt es als Arzneimittel.

Welche gesundheitlichen Risiken birgt Salmiak?

Salmiakhaltige Produkte sind besonders in Norddeutschland und Skandinavien beliebt. Dort wird Salmiak traditionell bei Rachenentzündungen eingesetzt. Es wirkt desinfizierend, indem es den pH-Wert des Speichels senkt und Bakterien abtötet. Eine Überdosis kann jedoch den Körper übersäuern.

Größere Risiken bergen oft die in Salmiakpastillen enthaltenen Mengen an Lakritz. Bei Überdosierung kann Lakritz Herz-Kreislauf-Störungen verursachen. Die Süßholzwurzel enthält Glycyrrhizin, das dem Körper Kalium entzieht und den Blutdruck erhöht. Mehr als 50 Gramm Lakritz pro Tag sollten Sie nicht täglich konsumieren.

Bei moderatem Verzehr ist eine schädliche Überdosierung unwahrscheinlich. Halten Sie sich an die Verzehrsempfehlung auf der Packung, profitieren Sie sicher von den gesundheitsfördernden Eigenschaften von Salmiak.