Wenn ein Familienmitglied unter einer Nahrungsmittelunverträglichkeit leidet, betrifft das oft alle. MindBodyGreen sprach mit Zach Livingston aus Columbus, Ohio, über sein Leben und das seiner Familie nach der vollständigen Umstellung auf glutenfrei – ausgelöst durch seine Zöliakie-Diagnose. Hier teilt er seine echte Geschichte und praktische Tipps.
Dieses Jahr haben wir erstmals Thanksgiving bei uns zu Hause gefeiert. Die ganze Familie war da. Wir haben den Truthahn zubereitet, meine Frau Katie einen grünen Bohnenauflauf gemacht und unseren Lieblingskuchen mit Blätterteig gebacken. Jedes Gericht war glutenfrei – und es hat köstlich geschmeckt.
Seit 10 Jahren lebe ich medizinisch glutenfrei, seit mir 2009 als College-Junior Zöliakie diagnostiziert wurde. Damals war glutenfrei noch kein Trend. Es dauerte ein Jahr der Eliminierung, um die Ursache meiner Beschwerden zu finden. Nachdem ich Milchprodukte ausgeschlossen hatte, bestellte ich eine pizzalose Pizza – und erbrach mich nie zuvor so heftig. Der Grund: Vollkornweizen.
Mit der glutenfreien Ernährung fühlte ich mich besser, meine Migräne verschwand sogar. Im Laufe der Jahre lernte ich meine extreme Empfindlichkeit gegenüber Weizen, Gerste und Roggen kennen. Kreuzkontamination ist real und kann mich schnell krank machen.
Seit Katie und ich verheiratet sind, ist unser Haushalt komplett glutenfrei. Um nicht zwei Mahlzeiten kochen zu müssen, ernährt sich meine Frau – aus einer glutenreichen Familie kommend – ebenfalls glutenfrei, ebenso unsere dreijährige Tochter. Dank des Mainstreams-Status glutenfreier Produkte in den letzten 8–10 Jahren sind die Herausforderungen überschaubar. Unsere Tochter genießt sogar Chicken Nuggets wie jedes Kind.
Das Kochen neu erlernen
Am Anfang musste Katie ihr Kochen umstellen: Neue Techniken für Pizzateig oder glutenfreie Mehle. Die ersten zwei Ehejahren waren eine Lernkurve, heute ist sie Expertin. Sie recreiert ihre Lieblingsrezepte glutenfrei – Geschmack gleichbleibend. Der Thanksgiving-Kuchen? Gebacken mit Schär glutenfreiem Blätterteig, bekannt für zertifiziert glutenfreies Brot, Nudeln, Snacks und mehr.
Vor sieben Jahren wusste Katies Familie nicht, was sie für mich zubereiten sollte. Feiertage waren stressig. Heute sind glutenfreie Familientreffen Routine – eine tolle Entwicklung.
Nichts muss fehlen
Als Home-Office-Arbeiter starte ich mit einem Schär-Ciabatta-Frühstücksbrötchen. Mittags Fladenbrot oder ein New-York-Style-Ruben auf Schär-Sauerteigbrot. Abends kochen wir Tacos bis Suppe.
Beim Einkaufen finden wir glutenfreie Alternativen zu fast allem – online, wenn nötig. Schärs Tafelcracker ähneln am nächsten ihren glutenhaltigen Pendants: Knusprig, salzig, perfekt zur Suppe.
Unsere optimierte Küche
Unsere Küche ist 100 % glutenfrei, inklusive Geräten, um Kreuzkontamination zu vermeiden. Wir haben einen dedizierten Toaster – Besucher wissen: Brot im Ofen oder Pfanne toasten. Ein Krümel reicht für einen schlechten Tag.
Messer zählen wir zu den glutenfreien Utensilien, ebenso separate Regale. Gluten kommt selten ins Haus; bei Partys reinigen wir gründlich Theken.
Herausforderungen meistern
Früher fehlten Allergenkennzeichnungen, „glutenfrei“ hatte Stigma. Heute helfen Gesetze, doch Trends täuschen. Ich prüfe immer Inhaltsstoffe: Selbst „glutenfrei“-Label können Gerste enthalten. Produkte aus Weizenanlagen meide ich meist.
Kreuzkontamination wird unterschätzt – Zöliakie ist ernst. In Restaurants muss alles gewechselt werden: Messer, Handschuhe. Das Essen gehen und Reisen bleibt herausfordernd, zu Hause jedoch perfekt geregelt.