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Studie enthüllt: Warum Kaffee den Stuhlgang anregt – Koffein ist nicht der Grund

Kaffee ist ein unverzichtbares Getränk für viele – sei es als Start in den Tag oder zur Überbrückung des Nachmittagstiefs. Bekannt ist auch sein Ruf, den Stuhlgang zu fördern.

Eine aktuelle Studie, präsentiert auf der Digestive Disease Week, zeigt: Der Effekt hängt nicht primär vom Koffein ab, wie früher angenommen. Stattdessen spielen Veränderungen im Darmmikrobiom und gesteigerte Darmmotilität eine Schlüsselrolle.

Die Forscher verabreichten Ratten über drei Tage koffeinhaltigen und entkoffeinierten Kaffee. Ergebnis: Der Dünndarm wies unabhängig vom Koffeingehalt eine verbesserte Kontraktionsfähigkeit auf.

Weiter untersuchten sie den Einfluss auf das Darmmikrobiom. In Petrischalen mit Rattenkot und Kaffee sank die Bakterienanzahl deutlich – egal ob koffeinhaltig oder entkoffeiniert.

Je höher die Kaffeekonzentration, desto geringer die Mikrobenmenge. Auch im Kot der Ratten nahm die Bakterienzahl über drei Tage ab.

Weitere Forschung ist nötig, um zu klären, ob Kaffee nützliche oder schädliche Bakterien reduziert. Die Ergebnisse deuten jedoch darauf hin, dass Mikrobiom-Veränderungen den laxierenden Effekt von Kaffee erklären.

Für uns Menschen: Experten empfehlen ein- bis dreimaligen Stuhlgang täglich. Eine ballaststoffreiche Ernährung regt dies an. Bei unregelmäßigem Stuhlgang oder Schmerzen könnte Verstopfung vorliegen, so Dr. Stuhlgang.

Die Studie unterstreicht das Potenzial von Kaffee bei postoperativer Verstopfung, etwa nach Bauchoperationen. Achten Sie jedoch auf Übertreibung: Mehr als dreimal täglich kann auf ernsthafte Probleme hindeuten.

Hören Sie auf Ihren Körper bei neuen Ernährungsgewohnheiten. Ob Kaffee hilft oder nicht – faszinierend ist die Wissenschaft dahinter.

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