Der Schwarze Rettich, auch Winterrettich genannt, überzeugt mit seiner scharfen, aromatischen Note und ist ideal für Einsteiger im Gemüseanbau. Als passionierter Gärtner mit jahrelanger Erfahrung teile ich bewährte Tipps, wie Sie ihn erfolgreich kultivieren, in der Küche einsetzen und als effektives Hausmittel gegen Husten nutzen.
Mit seiner dicken, dunkelbraunen bis schwarzen Schale und dem weißen Inneren ist der Schwarze Rettich eine robuste Wurzelpflanze, die wenig Pflege erfordert.
Ob als frische Rohkost oder Hustensaft – diese vielseitige Knolle bereichert Ihren Garten und Speiseplan. Achten Sie auf folgende Grundlagen für optimalen Ertrag.
Schwarzen Rettich erfolgreich pflanzen
Aussaat: Säen Sie je nach Sorte von Mitte Juni bis August. Wählen Sie hochwertiges Bio-Saatgut und folgen Sie dem Samentütchen für den genauen Termin. So gehen Sie vor:
- Pull Furchen mit 20 cm Abstand zwischen den Reihen.
- Streuen Sie die Samen hinein.
- Bedecken Sie runde Samen leicht, längliche 2 cm tief.
- Gießen Sie großig an.
Standort: Vollsonnig bis halbschattig, wie beim Weißen Rettich.
Boden: Lockerer, tiefgründiger, humusreicher Boden. Mischen Sie vier Wochen vor der Aussaat Kompost ein.
Pflege-Tipps für reiche Ernte
Aus meiner Praxis: Schwarzer Rettich ist pflegeleicht, doch diese Maßnahmen sichern große, zarte Knollen.
- Gießen: Regelmäßig, viel Wasser in der Wachstumsphase – ideal Regenwasser, z. B. durch Regenwasser sammeln.
- Unkrautbekämpfung: Lockern und jäten, da langsames Wachstum.
- Düngen: Kompost reicht; nach einem Monat bei Bedarf Hornspäne oder organischen Dünger.
- Ernte: Nach 8–13 Wochen. Vor dem Ziehen mit Grabegabel lockern, um Holzigwerden zu vermeiden.
Vielfältige Verwendung des Schwarzen Rettichs
In Küche und Hausapotheke gleichermaßen wertvoll:
- In der Küche: Geraspelt als Rettichsalat, mit Salz milder. Einlegen, kochen oder in Meerrettichsuppe: Einfaches Rezept und leckere Variationen ersetzen.
- Als Heilpflanze: Reich an Vitamin C, Senfölen, Magnesium und Kalium. Lindert Rheuma, Gicht, Atemwegsprobleme – traditionell bewährt.
- Hustensaft: Senföle wirken antibakteriell bei Reizhusten. Siehe Hausmittel gegen Reizhusten: Diese Tipps wirken schnell und sicher.
Hustensaft-Rezept aus Schwarzem Rettich
Zutaten:
- Ein Schwarzer Rettich
- Honig, Zucker oder Kandiszucker
Schnellversion:
- Halbiere den Rettich.
- Innenseiten nach oben stellen, ggf. unten glätten.
- Höhle 5 cm breit, 1 cm tief aus; Rest verwenden.
- In Schüsseln mit Süßem füllen, Stunden ziehen lassen.
- Auslöffeln, Loch vergrößern. Erneuern bis verschrumpelt.
Aufwändigere Variante:
- Oben abschneiden als Deckel.
- Kegelförmig aushöhlen, Stücke beiseitestellen.
- Boden mit Löchern (Spieß/Nadel) versehen.
- Mit Honig halb füllen, Stücke hinzufügen.
- Umrühren, Deckel aufsetzen, auf Teller stellen, ziehen lassen.
- Sirup abfüllen, kühlschranklagern.
Bei Reizhusten: 3x täglich 2 TL einnehmen.