Schwarzer Knoblauch erobert Feinkostläden als kulinarische Delikatesse. Sein einzigartiger Geschmack und die gesundheitlichen Vorteile machen ihn zum Hype. Basierend auf wissenschaftlichen Erkenntnissen klären wir, was dahintersteckt.
Schwarzer Knoblauch – was ist das?
Schwarzer Knoblauch ist keine eigene Sorte, sondern gewöhnlicher weißer Knoblauch (Allium sativum), der durch einen speziellen Fermentierungsprozess seine dunkle Farbe erhält.
Zur Produktion wird er über Wochen bei 80 bis 90 Prozent Luftfeuchtigkeit und Temperaturen von 60 bis 80 Grad Celsius fermentiert. Dieser bewährte Prozess in der Lebensmittelindustrie verleiht ihm die charakteristische Schwarzfärbung.
In der asiatischen Küche ist er seit Langem etabliert und gewinnt nun in Europa an Popularität.
Geschmack und Anwendungsmöglichkeiten von Black Garlic
Der außergewöhnliche Geschmack ist sein Markenzeichen: Weg ist die Schärfe des frischen Knoblauchs, stattdessen süß-säuerliche Noten von Lakritz, Balsamico und Pflaumenkompott. Die Konsistenz ist weich und geléeartig.
Er eignet sich vielfältig: Ideal zu Nudel- und Reisgerichten, Fleisch, Fisch oder Salaten. Perfekt für Marinaden und als edle Garnitur.
Vorteil: Kein Knoblauch-Mundgeruch und keine Beißschärfe.
So gesund ist schwarzer Knoblauch
Knoblauch gilt seit Jahrtausenden als Heilpflanze und wurde 1989 zur Arzneipflanze des Jahres gekürt. Seine Vorteile haben wir in unserem Knoblauchtee-Rezept beleuchtet. Roh verzehrt ist er besonders nährstoffreich – auch unter Gemüse.
Black Garlic wird als noch gesünder vermarktet, und Studien bestätigen das. Eine umfassende Review im Journal of Food and Drug Analysis (Januar 2017) fasst zusammen:
- Allicin wird durch Fermentation in antioxidative Verbindungen wie Alkaloide und Flavonoide umgewandelt.
- Seine antioxidative Wirkung übertrifft die des normalen Knoblauchs bei Weitem.
- Er wirkt entzündungshemmend, krebshemmend, antiallergisch und unterstützt bei Diabetes Typ 2 effektiver.
- Mit weniger Fruktanen ist er magen- und darmfreundlicher.
Eine kulinarische Delikatesse mit schlechter Öko-Bilanz?
Im Vergleich zum frischen Knoblauch punktet Black Garlic mit Verträglichkeit, Vielseitigkeit, fehlendem Geruch und gesundheitlichem Potenzial. Sein Aroma allein lohnt den Test.
Der Nachteil: Die Öko-Bilanz. Meist aus Südspanien, China oder Korea importiert, trotz heimischer Produktion. Wählen Sie regionale Anbieter, um Transportwege zu minimieren.
In Bio-Qualität gibt es ihn in Bioläden oder online, z. B. Amazon**. Mit Know-how können Sie ihn selbst fermentieren.