Invertzucker ist ein weit verbreiteter Bestandteil in der Lebensmittelproduktion. Als Spezialisten für Ernährung und Lebensmittelzusatzstoffe teilen wir fundiertes Wissen darüber, was diesen Sirup ausmacht und worauf Verbraucher achten sollten.
Was ist Invertzucker?
Invertzucker wird in der Lebensmittelindustrie vor allem als Sirup eingesetzt. Er entsteht durch die Spaltung von Saccharose oder Stärke in ein Gemisch aus Glucose (Traubenzucker) und Fructose (Fruchtzucker).
Auf Etiketten erscheint er daher oft als „Glucose-Fructose-Sirup“ oder „Isoglucose“. Er schmeckt süßer als Haushaltszucker und kristallisiert nicht, was Produkten eine cremige, geschmeidige Textur verleiht.
Dank dieser Eigenschaften steckt Invertzucker in vielen Produkten: von Sorbets, Puddings, Milchreis und Joghurts bis hin zu Likören, Ketchup, süßen Getränken, Gummibärchen, Keksen, Kuchen, Fertigsaucen, Broten und Brötchen.
Invertzucker: Gesundheitliche Auswirkungen
Pro 100 Gramm liefert Invertzucker etwa 400 Kilokalorien und besteht zu rund 99,8 Prozent aus Kohlenhydraten. Er enthält kaum Minerale, Ballaststoffe oder Vitamine – typische „leere Kalorien“.
Wie andere Zuckerarten versorgt er nicht mit Nährstoffen, sondern sorgt primär für Süße. In Maßen genossen ist er unproblematisch; die WHO rät zu maximal sechs Teelöffeln Zucker (ca. 25 Gramm) täglich.
Hoher Konsum kann jedoch zu Übergewicht, Adipositas und Folgeerkrankungen führen. Mehr Infos: Zucker: 11 Fakten, die man kennen sollte.