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Bhut Jolokia: Herkunft, Schärfegrad, Anbau und Verwendung der extremsten Chili

Bhut Jolokia zählt mit über einer Million Scoville-Einheiten zu den schärfsten Chilischoten der Welt. Als erfahrener Chili-Anbauer teile ich fundierte Infos zu Herkunft, Anbau und sicheren Tipps für den Hausgarten.

Bhut Jolokia: Eine der schärfsten Chilis weltweit

Bhut Jolokia ist eine der schärfsten bekannten Chilisororten. Mit über einer Million Scoville-Einheiten sollte diese Chili nur mit Bedacht genossen werden. Der Scoville-Wert misst den Schärfegrad von Paprikagewächsen wie der Bhut Jolokia.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung warnt vor gesundheitlichen Risiken durch übermäßigen Capsaicin-Gehalt. Solche Gefahren bestehen jedoch nur bei exzessivem Verzehr.

Die Pflanze stammt aus dem Nordosten Indiens, wo scharfe Chilis zum Alltag gehören. Heute ist sie weltweit verbreitet und erkennbar an ihrer gewellten Schote.

Anbau und kulinarische Verwendung von Bhut Jolokia

Diese Capsicum-chinense-Variante kann in Indien bis zu vier Meter hoch werden, meist sind es ein bis zwei Meter. Die Früchte messen fünf bis acht Zentimeter.

Traditionell gedeiht sie in Mischkulturen mit Reispflanzen, geerntet im August und September. Die feinen Blätter profitieren vom Schatten der Reispflanzen und verbrennen nicht. Alternativ wächst sie in schattigen Gärten.

Für den Anbau im eigenen Garten oder auf dem Balkon beachten Sie diese bewährten Tipps aus jahrelanger Praxis:

  • Die Keimtemperatur der Samen sollte zwischen 26 und 32 Grad Celsius liegen.
  • Sie bevorzugt feuchte Bedingungen – daher fühlt sie sich auf Reisfeldern wohl.
  • Keimung kann bis zu 36 Tage dauern, Geduld ist entscheidend.
  • Setzlinge sollten etwa zwei Monate alt sein vor dem Auspflanzen.
  • Die Zeit von Aussaat bis Ernte beträgt bis zu 160 Tage.
  • Erfolg hängt primär von der Bodentemperatur ab.

Bhut Jolokia haltbar machen

Bei reicher Ernte können die Früchte frisch verarbeitet oder haltbar gemacht werden, um ganzjährig Schärfe zu genießen.

In Indien trocknen Monsune die Ernte nicht; stattdessen werden sie geräuchert oder eingelegt. In Deutschland eignen sich Räuchern oder Einkochen in Öl. Traditionell nutzt man Senföl und Zitronensaft.