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Wissen der First Nations: Einheimische Zutaten ethisch beschaffen, kochen und anbauen

Von Zitronen-Myrten-Kartoffelchips bis zu raffinierten Gerichten in Fünf-Sterne-Restaurants: Einheimische Zutaten werden zu Stars in unseren Küchen.

Für die First Nations ist das jedoch weit mehr als ein Trend – es ist tief in ihrer Kultur verwurzelt.

Damien Coulthard, Mann der Adnyamathanha- und Dieri-Völker, erklärt: Einheimische Pflanzen sind eng mit der Identität der First Nations verknüpt, wie das Land, aus dem sie stammen.

„Bei den Flinders Ranges und der Quandong („Urti“) denke ich an unser Verwandtschaftssystem“, sagt er. „Von Geburt an bekommst du einen Teil davon, der dich mit Orten, Pflanzen und Tieren verbindet.“

Die Vorteile des Kochens mit einheimischen Zutaten sind vielfältig. Doch bei steigender Nachfrage und wenigen Anbauern sind sie rar in Supermärkten. Und wie kocht man damit? Ich sprach mit Damien Coulthard und Rebecca Sullivan, Experten für ethisches Kochen mit einheimischen Produkten.

Ethische Beschaffung einheimischer Pflanzen

Wissen der First Nations: Einheimische Zutaten ethisch beschaffen, kochen und anbauen

Damien und Rebecca engagieren sich seit Jahren dafür, die Lebensmittelbranche zu „dekolonisieren“.

Sie lehren, traditionelle Sprachnamen zu verwenden. „Jede Pflanze hört zu einer indigenen Gruppe dazu … Sprache erklärt kulturelle Verbindungen“, betont Damien.

So verbinden wir uns mit dem Ursprungsland und der besonderen Beziehung der lokalen First Nations.

„Einige meiner schönsten Erinnerungen teile ich mit meiner Großmutter: Wir suchten frische Quandongs und backten dann einen Kuchen“, erinnert sich Damien.

Internationale Köche boosten den Boom, doch kulturelle Bindungen gehen verloren. Macadamia wird exportiert, der Markt ist über 40 Millionen Dollar wert – doch weniger als 1 % der Arbeiter sind Ureinwohner.

„Was bedeutet das für Älteste mit tiefer Verbindung zu dieser Pflanze?“

Durch Kolonialismus verloren einige Zutaten Namen, wie die tasmanische Pfefferbeere. „In Workshops nutzen wir sie, um über Grenzkriege zu sprechen – sie gehört den Palawa, hat aber keinen Sprachnamen“, sagt Damien.

Verstehen Sie koloniale Auswirkungen, um ethisch einzukaufen. Prüfen Sie Unternehmenswerte. Wählen Sie Produkte von Ureinwohnern, besonders in Supermärkten. Unterstützen Sie First-Nations-Lieferanten über Online-Marktplätze oder zertifizierte Verzeichnisse.

Kochen mit einheimischen Zutaten

Wissen der First Nations: Einheimische Zutaten ethisch beschaffen, kochen und anbauen

Rebecca Sullivan, autodidaktische Köchin, Autorin und Urban-Farmerin mit über 10 Jahren Erfahrung in nachhaltiger Ernährung, rät: Ersetzen Sie Gewöhnliches durch Einheimisches.

„Jede Zutat hat eine einheimische Alternative.“ Tasmanischer Bergpfeffer ist antioxidantienreich und intensiv – Sie brauchen weniger.

Lagern Sie getrocknete Beeren luftdicht oder in einer Mühle.

Für Familienklassiker wie Bolognese: Meerpetersilie statt Petersilie, Buschtomaten, Buschsalz, Pfefferbeeren. Känguru statt Rind: 84 % Protein, derzeit günstig.

Reife Buschtomaten („Kutjeri“ bei Zentralaustraliens First Nations) ersetzen sonnengetrocknete Tomaten, Rosinen oder Vegemite – roh, gekocht oder getrocknet.

Tee-Fans: Einheimisches Zitronengras war „Natur-Paracetamol“ gegen Migräne. Geraldton Wax (kiefern-zitrusartig) für Tee oder Fischfüllung.

Kaffee-Alternative: Wattleseed („ariepe“ in Arrernte, ‚minga“ in Adnyamathanha). Koffeinfrei, natürlicher Kick wie normaler Kaffee.

Für First Nations mehr als Nahrung: Minga für Brotpaste, Medizin, Werkzeuge, Feuer. „Pflege des Landes“, erklärt Damien.

Ihre eigenen einheimischen Pflanzen züchten

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Damien und Rebecca züchten vielfältige Pflanzen – für Landheilung, Hobby und mentale Gesundheit.

„Im Alltag fehlt Zeit zum Reflektieren. Gärtnerei hilft“, sagt Damien.

Kein großer Garten nötig. Starten Sie mit Kräutern in Töpfen auf Balkon.

„Unser Geraldton Wax wuchs 10 Jahre vom Balkon ans Küchenfenster“, sagt Rebecca. Empfehlungen: Einheimischer Thymian, Flussminze, Geraldton Wax, Zitronenmyrte, Pfefferbeere.

Nutzen für Gesundheit, Geldbeutel und Zukunft: „Kein Trend, sondern Versöhnung und klimabeständige Ernährung.“