"Der einzige Unterschied zwischen einer Blume und einem Unkraut ist das Urteilsvermögen." So lautet ein bekanntes Sprichwort. Hausärztin und Wissenschaftsjournalistin Daphne Miller, M.D., plädiert dafür, gängige Gartenunkräuter nicht als Schädlinge zu sehen. Stattdessen sind sie nährstoffreiche Superunkräuter, die in jeder Küche einen Platz verdienen.
"Sie sind alle köstlich", erklärt Miller im mindbodygreen-Podcast. "Ich pflücke sie und mische sie in meinen Salat." Hier stellt sie ihre sechs Lieblings-Superunkräuter vor – weit verbreitet, reich an Nährstoffen und voller Geschmack:
1. Sauerklee (Oxalis)
Diese zarte Pflanze erinnert an ein dreiblättriges Kleeblatt und ist vitamin-C-reich mit leicht säuerlichem Geschmack durch Oxalsäure. Große Mengen Oxalsäure können Nierensteine begünstigen, daher Personen mit Vorgeschichte vorsichtig dosieren. Ähnlich oxalsäurereich: Rübenblätter, Kohlrabi, Mangold und Spinat.
2. Löwenzahn
Löwenzahnblätter (auch Löwenzahngrün) bieten natürliche Bitterkeit für Salate oder sautierte Beilagen. Reich an Vitaminen A (als Beta-Carotin), K, E, C, Kalium und Ballaststoffen. Entdecken Sie kreative Rezepte für dieses klassische Unkraut.
3. Borstige Ochsenzunge
Dieses straßentypische Kraut mit borstigem Laub eignet sich roh oder gekocht. Die bitteren Blätter am besten würzen, anbraten und genießen.
4. Ampfer (Rumex-Arten)
In Varianten wie Lockenampfer oder Breitwegerich-Ampfer bekannt, mit zitronig-säuerlichem Aroma durch Oxalsäure. Frisch in Salaten oder gekocht für intensiveren Geschmack.
5. Dreizacklauch
Auch Dreizackzwiebel genannt, mit dreikantigen Blütenstielen, knackigen Stängeln und Blättern. Zerdrückt entfaltet sich zwiebelartiger Duft. Gesamte Pflanze essbar – ideal als Salatgarnitur.
6. Malve (Käsekraut)
Benannt nach käseförmigen Früchten, vielseitig einsetzbar: Roh in Salaten, als Suppendicker oder eingelegte Blüten/Knospen als Kapernersatz.
Zusammenfassung
Identifizieren Sie Wildpflanzen sicher – recherchieren oder Experten konsultieren, bevor Sie sie essen. Superunkräuter sind eine tolle Ergänzung: "Sie sind klimafest, mehrjährig und überdauern ohne Pflege", betont Miller. "Perfekte Ausdauerpflanzen für uns."