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Möhren roh oder gekocht? So maximierst du die Nährstoffaufnahme

Als Ernährungsexperte weiß ich: Gekochte Möhren mit etwas Fett lassen deinen Körper die wertvollen Nährstoffe noch besser nutzen. Hier erfährst du bewährte Tipps zur optimalen Zubereitung.

Vitamine und Nährstoffe in Möhren – Die richtige Zubereitung macht den Unterschied

Möhren sind ein Highlight im Salat oder als knackiger Snack. Doch ihre Inhaltsstoffe entfalten ihr volles Potenzial erst durch die passende Zubereitung, wie Studien belegen.

Eine 2012 in Schweden durchgeführte Studie untersuchte die Bioverfügbarkeit des fettlöslichen Carotins. Ergebnis: Fettzusatz und Kochen verbessern die Aufnahme erheblich – besonders in Kombination mit Zerkleinern, wie ZEIT online berichtete.

  • Bei ganzen oder grob zerkleinerten Möhren gehen rund drei Prozent des Carotins in den Magensaft über.
  • Durch Kochen steigt der Wert auf sechs Prozent.
  • Mit zusätzlichem Öl erreicht er acht Prozent.
  • Passiert oder gerieben vor dem Verzehr explodieren die Werte: Gekochte, geriebene Möhren liefern 27 Prozent, mit Öl sogar 45 Prozent Beta-Carotin.

Möhren schonend kochen oder dampfgaren

Um Vitamine optimal zu erhalten, garen wir Möhren sanft. So machst du es richtig:

  1. Bürste die Möhren unter fließendem Wasser gründlich ab und entferne Erdreste.
  2. Schneide das Grün ab und portionieren sie passend zum Rezept.
  3. Bedecke sie im Topf nur knapp mit Wasser – überschüssiges Wasser spült Vitamine davon.
  4. Noch besser: Dampfgaren im Siebeinsatz. So berühren sie das Wasser nicht, Nährstoffe bleiben erhalten. Verschließe Topf und Einsatz fest mit einem Deckel für effektiven Dampf.
  5. Garzeit: 10–15 Minuten je nach Stückgröße. Teste mit einem Messer – al dente oder weich, wie du magst.
  6. Sparsam salzen: Zu viel Salz entzieht Feuchtigkeit und Nährstoffe.

Profi-Tipp: Greife zu Bio-Möhren. Studien belegen: Bio-Gemüse und -Obst enthalten mehr Vitamine als konventionelles. Guten Appetit!