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Warum ich keine Paleo-Diät mache – aber ausschließlich Paleo-Desserts backe

Ich werde häufig gefragt, welche Ernährungsform ich verfolge. Nach Jahren, in denen ich über gesunde Ernährung referiert und führende Ärzte sowie zertifizierte Ernährungsexperten interviewt habe, erwarten viele ein klares Siegel von mir: Paleo, vegan, pegan oder keto. Alles Mögliche.

Leider muss ich sie enttäuschen. Ich hänge meinem Essen keine Etiketten oder starren Regeln an. Im Gegenteil: Meine intensive Auseinandersetzung mit Ernährungsthemen hat mir gezeigt, was ich bei strikten Diäten vermissen würde – darunter Kichererbsen, ein Grundnahrungsmittel langlebiger Völker und mein persönlicher Favorit; grasgefüttertes Rindfleisch, das bei meinem chronisch niedrigen Eisenwert hilft, und vieles mehr.

Statt einer einzigen Ernährungsrichtung pflege ich eine "Buffet-Philosophie": Ich wähle die besten Elemente aus allen Ansätzen. Und dazu gehören definitiv Paleo-Desserts.

Zur Klarstellung: Paleo orientiert sich an der Ernährung unserer Vorfahren vor der Landwirtschaft. Es vermeidet Getreide, Pflanzenöle, Hülsenfrüchte, die meisten Milchprodukte, raffinierte Zucker und Verarbeitetem. Stattdessen setzen Paleo-Anhänger auf gesunde Fette (wie aus Eiern, Kokosöl und Avocados), Gemüse und Fleischsorten.

Als Nicht-Anthropologe wage ich zu bezweifeln, dass Urmenschen Mandelmehl-Geburtstagstorten über offenen Feuern buk. Paleo-Desserts sind eine Grauzone, da sie oft noch Zucker enthalten (z. B. aus Kokos oder Ahornsirup).

Genau weil ich keine strenge Paleo-Linie fahre, nutze ich diese Grauzone und feiere Paleo-Desserts als eine der gesündesten Optionen. Bei Backinspiration suche ich nach "Paleo-Zimtbrötchen" oder "Paleo-Schokoladenkeksen".

Das Geheimnis liegt im Blutzuckermanagement. Paleo-Desserts basieren meist auf Nüssen, sind protein- und fettreich und verursachen keinen starken Blutzuckerschwung wie viele traditionelle, vegane oder glutenfreie Varianten. Die Süßungsmittel sind niedriger glykämisch, ballaststoffreicher und dämpfen Achterbahnfahrten. Eier sorgen für zusätzliches Protein, das veganen Alternativen fehlt.

Zudem machen die Zutaten sie so sättigend und geschmacksintensiv, dass ich viel weniger esse als bei reismehlbasierten glutenfreien Keksen. Ein wenig Dessert nährt die Seele, zu viel fühlt sich immer elend an.

Ausprobieren? Hier meine Favoriten unter Paleo-Desserts:

  • Beeren-Schuster mit Kokos-Topping
  • Tahini-Kokosriegel ohne Backen
  • Das einfachste Rezept für Datteln aller Zeiten
  • Avocado-Minz-Chips-Eiscreme
  • Zimt-Schokoladen-Cupcakes