DeuAq.com >> Leben >  >> Lebensmittel

Pflanzenreiche Ernährung senkt Herzrisiko bei jungen Erwachsenen und älteren Frauen – Ergebnisse zweier renommierter Studien

Pflanzenreiche Ernährung senkt Herzrisiko bei jungen Erwachsenen und älteren Frauen – Ergebnisse zweier renommierter StudienZwei neue Studien belegen: Eine nährstoffreiche, pflanzenbasierte Ernährung fördert die Herzgesundheit in jedem Alter. Die Ergebnisse erschienen im Journal of the American Heart Association, einer Open-Access-Zeitschrift der American Heart Association.

In beiden Untersuchungen – mit unterschiedlichen Messgrößen für gesunde pflanzliche Lebensmittel – zeigten junge Erwachsene und postmenopausale Frauen ein deutlich geringeres Risiko für Herzinfarkte und kardiovaskuläre Erkrankungen, wenn sie mehr pflanzliche Nahrung zu sich nahmen.

Die American Heart Association empfiehlt ein ausgewogenes Ernährungsmuster mit viel Obst, Gemüse, Vollkorn, fettarmen Milchprodukten, magerem Geflügel, Fisch, Nüssen, Hülsenfrüchten und nicht-tropischen Pflanzenölen. Gleichzeitig rät sie zu reduziertem Verzehr von gesättigten Fetten, Transfetten, Natrium, rotem Fleisch, Süßigkeiten und zuckerhaltigen Getränken.

Erste Studie: Pflanzenzentrierte Ernährung im jungen Erwachsenenalter
Die Studie "A Plant-Centered Diet and Risk of Incident Cardiovascular Disease during Young to Middle Adulthood" prüfte den langfristigen Effekt einer pflanzenbasierten Ernährung auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

"Frühere Forschung fokussierte sich auf einzelne Nährstoffe oder Lebensmittel. Daten zu pflanzenzentrierten Diäten und langfristigem Risiko fehlten weitgehend", erklärt Yuni Choi, PhD, Lead-Autorin und Postdoktorandin an der University of Minnesota School of Public Health.

Bei 4.946 Teilnehmern der CARDIA-Studie (Coronary Artery Risk Development in Young Adults), Alter 18–30 bei Studienstart (1985–1986), frei von Herzleiden, ergab sich über 32 Jahre: Höhere Ernährungsqualität (bewertet mit dem A Priori Diet Quality Score, APDQS, aus 46 Lebensmittelgruppen) korrelierte mit weniger Erkrankungen.

Die APDQS trennt nützliche pflanzliche Lebensmittel (Obst, Gemüse, Bohnen, Nüsse, Vollkorn), nachteilige (Bratkartoffeln, fettreiches rotes Fleisch, Snacks, Süßgetränke) und neutrale Gruppen. "Unser Score ist umfassend und ähnelt etablierten Diäten wie DASH oder Mittelmeer-Diät", betont David E. Jacobs Jr., PhD, Senior-Autor.

Ergebnisse:
1. 289 entwickelten CVD (Herzinfarkt, Schlaganfall, Herzinsuffizienz etc.).
2. Top 20 % im Score: 52 % geringeres Risiko (adjustiert für Alter, Geschlecht, Rasse etc.).
3. Verbesserung der Ernährung (Jahre 7–20): 61 % weniger CVD.
4. Keine Vegetarier-Daten, da selten; pflanzenzentriert erlaubt moderate tierische Produkte.

"Pflanzenzentriert muss nicht vegetarisch sein. Wählen Sie unverarbeitete pflanzliche Lebensmittel und tierische Produkte in Maßen", rät Choi. Als Beobachtungsstudie beweist sie keine Kausalität.

Weitere Autoren: Nicole Larson et al. Finanzierung: NIH, University of Minnesota.

Zweite Studie: Portfolio-Diät bei postmenopausalen Frauen
"Relationship Between a Plant-Based Dietary Portfolio and Risk of Cardiovascular Disease: Findings from the Women’s Health Initiative" testete die Portfolio-Diät (Nüsse, Soja/Beanen/Tofu, viskose Ballaststoffe, Pflanzensterine, ungesättigte Fette; wenig gesättigte Fette/Cholesterin).

Vorherige RCTs zeigten LDL-Senkung vergleichbar mit Statinen. Bei 123.330 Frauen (WHI, Alter 50–79, 1993–1998) ergab 15,3 Jahre Follow-up:
1. Höchste Adhärenz: 11 % weniger CVD, 14 % weniger koronare Herzkrankheit, 17 % weniger Herzinsuffizienz.
2. Kein Effekt auf Schlaganfall/Vorhofflimmern.

"11 % Reduktion ist klinisch relevant. Mehr Adhärenz könnte Statin-ähnliche Effekte bringen", sagt John Sievenpiper, MD, PhD, Senior-Autor. "Starten Sie klein – jede Komponente zählt", ergänzt Andrea J. Glenn, MSc, RD.

Beobachtungsdesign, aber robust durch validierte Fragebögen. Weitere Studien bei Männern/jüngeren Frauen nötig.

Autoren: Kenneth Lo et al. Finanzierung: NIH, Diabetes Canada.