Der Steinpilz hat keine giftigen Doppelgänger, doch Verwechslungen mit anderen Röhlingen sind möglich. Erfahren Sie hier, worauf Sie beim Sammeln achten sollten, um ihn fehlerfrei zu identifizieren.
Als einer der beliebtesten Speisepilze, auch Herrenpilz genannt, gehört der Steinpilz zur Familie der Dickröhrlingsverwandten. Er lebt in Mykorrhiza-Symbiose mit Bäumen und findet sich häufig unter Fichten – daher der Name Fichten-Steinpilz.
In Deutschland steht der Steinpilz unter Naturschutz, weshalb Sie ihn nur in Maßen zum Eigenbedarf sammeln dürfen. Häufige Verwechslungskandidaten sind der Gemeine Gallenröhrling oder dickstielige Maronenröhrlinge, die jedoch essbar oder ungenießbar, aber nicht giftig sind.
Merkmale des Steinpilzes
Der Hut ist dunkelbraun und kann bis zu 25 cm Durchmesser erreichen. Der robuste, bauchige Stiel misst durchschnittlich 10 cm Länge und 2–8 cm Dicke an der Basis, schmaler werdend zum Hutansatz. Junge Exemplare zeigen weiße Röhren unter der Kappe, die später gelbgrün werden.
Das helle, feste Fleisch schmeckt nussig, ohne starken Geruch. Bei älteren Pilzen sind die Poren oft von Insekten befallen – lösen Sie die schwammigen Röhren vor der Zubereitung ab. Die Poren verfärben sich auf Druck kaum.
Verwechslung mit dem Gemeinen Gallenröhrling
Der Gemeine Gallenröhrling, auch Bitterling genannt, ist eng mit dem Steinpilz verwandt, aber durch seinen extrem bitteren Geschmack ungenießbar. Unter der braunen Kappe sitzen weiße Röhren, die im Alter rosa anlaufen. Der dunklere, netzartig geäderte Stiel riecht unangenehm, das Fleisch schmeckt bitter.
Verwechslung ausschließen:
- Porenfarbe prüfen.
- Stiel anritzen und riechen.
- Mit Zungenspitze an der Schnittstelle lecken.
Rosa Poren, unangenehmer Geruch oder Bitterkeit deuten auf Gallenröhrling hin. Testen Sie am Standort, ohne zu ernten, um den Pilz zu schonen.
Maronenröhrling vs. Steinpilz
Der Maronenröhrling, im Volksmund "Marone", ähnelt durch seinen dunkelbraunen Hut Kastanien. Junge Hüte sind halbkugelig, später unregelmäßig gewölbt, bis 15 cm groß. Weiße Röhren werden olivgelb und blau auf Druck; das Fleisch blaut ebenfalls beim Anschneiden – daher "Blaupilz". Der schlanke, bräunliche Stiel ist heller als der Hut und riecht schwach säuerlich. Er ist ein geschätzter Speisepilz.
Verwechslung ausschließen:
- Auf Poren drücken.
- Stiel anritzen und riechen.
- Mit Zungenspitze probieren.
Blaufärbung an Poren oder Schnittstelle kennzeichnet den Maronenröhrling. Geschmacksprobe schließt Gallenröhrling aus. Bei Bestätigung können Sie ihn ernten.
Wichtig: Sammeln Sie nur eindeutig erkannte Pilze. Pilz-Apps reichen dafür nicht aus, warnen Experten.